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Rindvichmast
Transport 31,oz. 20,.»
Pfcrdehaltung
0,gz
Schweinehaltung .
. . . . . 9,zg
Schafhaltung
Ziegenhaltung
2,»»
Geflügelhaltung .
2,zg
Bienenzucht
0,z»
Molkerciproduktc .
31,g»
100 .
Die schweizerische Landwirtschaft hat also zum Ersatze des zurück-gehenden Getreidebaues und zur Verwertung der intensiveren Boden-benützung die Produktion von Milch- und Molkereierzeugnissen ganzbedeutend ausgedehnt. Dadurch ist sie von dem Auslande als Konsumentund Produzent noch abhängiger geworden. Auf der einen Seite belauftsich ihr Import an landwirtschaftlichen Roh- und Hülfsstoffen jährlichauf über 30 Millionen Franken und hat die Einfuhr fremder Molkerei-produkte schon eine ganz respektable Höhe erreicht. Auf der andern Seitewird ihre Produktion durch Zollverhältnisse, ausländische Konkurrenz rc.mannigfach beeinflußt.
Überhaupt macht sich der Zug der besseren Qualitäten unsererlandwirtschaftlichen Produkte ins Ausland recht deutlich bemerkbar,während wenigstens teilweise das Inland mit dem schlechteren undbilligeren Teil der Jnlandsprodukte oder den billigeren Produkten desAuslandes vorlieb nimmt.
4. Die Fremden-Industrie.
Die Schweiz besitzt neben der eigenartigen Schönheit und Groß-artigkeit ihres Landes einen verhältnismäßig großen Reichtum an Heil-quellen und eine sehr große Zahl von Orten, welche als klimatische Kur-orte oder als Milch- und Molkenkurorte, Traubenknrorte :c. sich vortrefflicheignen. Die natürliche Folge hievon war schon frühzeitig ein lebhafterFremdenverkehr, dessen mannigfachen Bedürfnissen die Bewohner desLandes zu genügen wetteiferten. Der Fortschritt, welcher in den erstenJahrzehnten des 19. Jahrhunderts auf dem Gebiete des Gasthofs- undHötelwesens erreicht wurde, wird von Franscini zu den wunderbarstengezählt. Doch wurde damals die Jahreseinnahme unseres Landes ausdein Fremdenverkehr bloß aus 10 Millionen Franken veranschlagt. Erstmit der Entwickelung der Verkehrsverhältnisse wurde das Gasthofwesen