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Des hl. Gallus Zelle an der Steinach im Jahre 614 / von Dr. Anton Henne
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vom Häher, von Staar und Krähe; jetzt schweigt er an einem Vor-frühlingstage. Einzelne Eichhörnchen klettern ungestört, Hasen rennenund der Fuchs schaut schlau auf Beute. Ein Hirsch eilt vorüber unddaß der Bär auf seinen Wegen (oder wie der ächte St. Galler sagtin Gängen") ist, zeigt seine Spur und ein fernes Brummen.

Wunderbares kann ich wenig bieten außer etwa Anklängen (wostreifen wir nicht zuweilen an solche?). Aus meinem Waldquell steigtweder eine Undine noch eine weihe Frau von Avenel; wenn so wasmanchen Leser freuen würde, kann ich ihm nicht helfen und ziehe vor,die Natur zu lassen wie sie ist. Dies ist nicht das Gebiet derHexenvon Lancashire *)", wo der Teufel erscheint und redet, wo der Katerder Zauberinn vor unseren Augen riesengroß wächst, ihre HaselruteHügel und Bäche versetzt und ein Fluch auf 80 Jahre hin wirkt.Auch der leuchtendste Komet am Himmel unseres romantischen Jahr-hunderts, der ewige Jude , wird seine mythische Rute an dem meinigennicht aushängen und die Gemüter erbeben machen. Hier ist Alleswahr. Es ist auch nicht englischer Boden, welcher, nach James,allein schön ist; es ist der liebe Arbonerforst im Thurgaue in seinemobern Theile, wo die Steinach schaumig von dem Felsen springt,wo sie, so oft Regen oder Schneeschlmelzen sie schwellt, ein herrlicherWasserfall, tiefe Kessel aushöhlt, in denen sie voll Schaum und laut hexen-artig brodelt und kocht. Hier ragt, wo jetzt das Münster seine zwenThürme erhebt, ein heidnischer Altarstein, in dessen Höhlung Kohlenliegen; unweit zieht ein gebahnter Weg durch die Bäume, gebildetaus gehauenen, enge neben einander gelegten Pfählen, und welcherdie Halde hinab mit einem Steg über den Jrenbach zieht, der etwasweiter östlich in die Steinach stürzt.

Ach, ein Dach von blühenden Obstbäumen ist heimelig und schön;ich weiß aber nicht, ob der wilde Wald nicht noch heimeliger sei, obnun in der Nacht, wenn der Mond sein Silberlicht über Höhen undFlächen gießt und in das Dunkel der Haine rinnen läßt, wo in derAbendluft ein wunderbar Blätterspiel entsteht; wo das flüssige Silberwie Schlangen durch die tiefen Tinten schießt, oder in Adern glitzertwie ein Hort der Sage, in der Hut von Zwergen, ein Bild unseresGeßner würdig; ob nun am Tage, oben ein wallend, spielendSonnemeer, unten kühles, dichtes, stilles Bäumedunkel, von Lichtdurchbrochen, welches hüpfende, leise schwebende Gestalten bildet.Tannen, würzig duftend, ihr Maiwuchs vorne an den Zweigen wie

Roman von W. Hariison Ainsworth, ESq.