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Des hl. Gallus Zelle an der Steinach im Jahre 614 / von Dr. Anton Henne
Entstehung
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4. Drr Arbomr Markt.

Das Gemälde, das bisher an unserm Auge vorbeiwandelte, ruhtvor unserm Blicke. Es ist ein zauberisches. Der See, früher dervon.Briganz, jetzt vom alten Schlosse Potamo der Bodamsee ge-heißen, plätschert leise an das thurgauische Ufer, wie drüben an daslinzgauische mit seinen Terrassen. Man gewahrt die Burgen Jbur-ninga, Tettnang , Argen, die heidnische auf der Linthau und obenam Ende Briganz. Dann die Alpen Walgau's bis zum Schneehaupteder 8ossu plunu zwischen der Jll und der Lanquart und gegen-über den stolzen Sämtis. Der obere See wird immer lebendiger vonnahenden Kähnen, die weißen Segel wie Albokflügel. Die Burg vonStein ach sieht aus ihren Obstbäumen hervor und über den HäusernArbons erhebt sich der Thurm, die Wohnung des königlichen Zent-grafen Talto, in welcher über 600 Jahre später der letzte Hohen-staufe Konradin in Minneliedern die Wirre seiner Zeit und seinesHauses Untergang beklagen wird. Der Grundbau, 506<V imDurchmesser enthaltend, ist römisch, dann folgen schwere Fündlingeder Merowingerepoche, wie bei mehreren der Umgegend, bei einerMauerdicke von über 8^.

Der Gottesdienst am Marien-Verkündigungstage ist eben vorbeiund das Volk verläuft sich dem Markte zu. In der alten Kapelleljetzt auf dem Kirchhofe und Galluskapelle genannt) mit dem von 2Säulen getragenen Vordachs, stehen noch 3 Priester: Gall, der PfarrerWillimar von Arbon, welcher letztere eben sein Meßgewand ablegt,und dessen Evangelier oder Diakon Hiltibod, im eifrigen Gesprächs.Deine Predigt, Vater, sagte Willimar, hat alle Herzen des Volkesdurch ihre Einfachheit ergriffen, eines Volkes, das nicht allzuweich ist.Heißt es ja von unserm Thurgaue und nicht mit Unrecht: Ouruviris st cin.ru licls, 6uri8simu Zlsbu.*) Ich muß mich verwundern,

*) Mensche» Hort und der Glauhe hart und am härtsten das Erdreich.