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tmgene, mit leichter Umtommg ihres Namens Brunihild, d. h.Hilda in der Brünne, dem Brustpanzer, und ihr Vermalter, durchUntreue seiner Nächsten Hingemordeter, von nun an Sigibert oder,wie das Volk sagt, Sigfrid*) heißt. — Hier sprang die Königinn,wie von wilder Erinnerung übermannt, rasch von ihrem Sise auf,daß die Anwesenden, den Sunadur ausgenommen, erschrocken, undstuhnd ans Fenster, hinaus gekehm Es arbeitete sichtbar eine großeBewegung in ihr, aber nur einen Augenblick; dann wendete ne sichrasch um und sagte, ihre schwitzende Stirne abtrocknend, blos: aberdoch, will ich hoffen, mein Freund, erhält die eben so betrogene,schuldlose Grimhild nicht einen Namen, den ich jetzt nicht nennenwill?**) — Gott bewahre, erwiderte der Sänger. Deren ihr mythischerName Grimhild bleibt; ja weil diejenige, welcher er unbewußt untreuwird, die Mondgöttinn, mit der, die er später ehelicht, dem ver-schwundenen Münde der unteren Welt, eine und dieselbe, nur in ver-schiedener Zeit ist, behalten Beide ihren großen, nur ganz anders sichäußernden Charakter. Das Bild des Herankommens der Teutschen,denen auch mein Mischer Stamm und Land erlegen, der ripuarischenund salischen Franken, dies Worms des Gibicho und sei»er Söhne,die Hunnenankunft, der Untergang' des burgundischen Königshausesvor der Gottesgeisel Attila und des letztem Tod durch jme Jldiko inder Brautnacht, das Alles prägte sich mir schon das letztem«! beimeinem Hiersein tief ins Herz; und heute wieder im gleichen Saale,wo die zwei hohen Frauen in ihren Hader ausbracher, im Anblickedes Stromes, den die Meineidigen nach der unseliger Jagt mit demgroßen Todten herüber fuhren und ihn vor der betreuen Gemachlegten, in dieser Pfalz, welche bald von ihrem uid der er, ebenen
*) Nordisch Sigurthr. Der Mythos des Drachentödtexi ist so in unser Volkeingedrungen und in ihm fortlebend, daß nicht nur an vieleiMrten Teutschlands das„Drachenloch" gezeigt wird, sondern in Schwaben der „Erkeiberg", von welchem Erkauszog und in den schweizerischen Urkantonen er als ein „Sruthan von Winkelried",der in Folge des siegreichen Straußes von des Wurmes ais seinen Arm tropfendemGiftblute sterben muß, in die Geschichte ausgenommen md dur» eine Kavelle ver-ewigt werden mußte; ja daß die Kirche ihn als „St. 6eorg". den Drachentödter,am 23. April, wo er den Winterfrost überwindet, unter ihre Heiligen aufnahm undvielfach mit Zeremonien, die auf das Drachentödten ud das Befreien der Königs-tochter Bezug haben, zu feiern gestattet, was bis Dänmark reicht. Eben so wurdeFarahild zu einer merowingischen Heiligen, „St. Farildis", deren Legende am 4.Januar deutlich genug an die heidnische Walküre (s-zar an deren Wormser Braut-nacht) erinnert. S. LLnQtorum bei Bollap.
**) 'srevegund, Brunhildens ränkevolle Todtfeintnn, Sigiberts Meuchelmörderin«.