besitzen und den Marktwert, den sie schlechtweg zu er-zielen vermöchten. Wir wissen endlich, wenn nun docheinmal restauriert werden soll, wo kompetenter Natund sachkundige Führung zu finden sind. Und dochwer möchte zweifeln, daß Bauten mit unberührtenZierden in Bälde nur mehr zu den seltensten Aus-nahmen gerechnet werden müssen. Es wird eben sort-restauriert, unbarmherzig, teils aus Mode, die wie eineKinderkrankheit, bei Neu- und Altgläubigen Platz ge-glissen hat, teils der Lehre wegen, die einen gewissenStil als den allein sacralen proklamiert, oder man hatvon Unternehmungen gehört, welche da und dort ins Werkgesetzt worden sind. Nun gilt es zu zeigen, daß kirch-licher Sinn und guter Wille auch im eigenen Lagerbestehen, wenn anders nicht persönliche Ruhmbegierde,oder praktische Erwägungen den Stein ins Rollenbrachten.
Es ist ja wahr, das; Gotteshäuser keine Museensind und datz jede Generation das Recht besitzt, denAnforderungen der Zeit in Einrichtungen und Kunst-sachen Rechnung zu tragen. Aber man sollte sich dochvor dem Allzuviel hüten. Was haben Glasgcmäldcin Barak- und Roccocokirchcn zu thun, deren spezifischeWirkung auf dem Reize Heller Weiträumigkcit beruht?Auch der Charakter ihrer Dekorationen, die feineLebendigkeit und daS Verhältnis, in dem diese seltenoder doch nur mäsjig poluchromierten und vergoldetenZieraten mit vereinzelten Bildern stehen, verträgt diegrellen Beleuchlungseffekte nicht. Das haben die Altengefühlt, daher in solchen Kircken ohne Ausnahme aufdie Anwendung von Glasmalerei verzichtet worden ist.Ein Unglück sondergleichen für den Bestand unsererMonumente ist diese „Kunst", wie sie heute sich spreiztund geilt, überhaupt. Wie zahllose Bauten, die bis-lang noch in ihrer schlichten anmutigen Ursprünglichkeitbestanden, sind durch fadenscheinige Werke, die alleseher als Farbenzauber verbreiten, in Angcnmörder-