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Abschriftliche und chronologische Zusammenstellung aller Akten des amtlichen Untersuchs zur Ermittelung der Ursache des Brandes in Friedthal vom Sonntag Abend den 6. Mai 1883, sowie : Meine Erlebnisse im Friedthal von 1882 bis 1885 und ; Widerlegung der Verdächtigungen an Hand der Akten / von Jacob Roth
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. Geld entlehnt, ohne die 7000 Fr., welche ich früher erwähnte,aber ich habe dasselbe jedesmal nach Versprechen zurückgegeben.Bei den genannten 8000 Fr. waren aber noch 900 für Kno-chenmehl Inbegriffen, das ich im Jahre 1882 und 1883 bezogenhatte. (Act. 88 und 89.) Und glaubt wirklich der StatthalterMeili, mit 8000 Franken könne man ein Geschäft wie das mei-nigc betreiben? Der Geschäftsbetrieb konnte ihm nicht ganzunbekannt sein; er muß doch auch gesehen haben, wie meinFuhrwerk fast alle Tage oft zwei- bis dreimal an seinem Bureauvorbeifuhr. Was sind 8000 Fr., wenn man Puhsädcn in Wa-genladungen von 200 Zentnern fortsei,dct, welche einen Wertvon 5000 Fr. haben? Also nur eine Sendung! Und solchehabe ich manche abgeschickt, die kleineren Posten nicht einge-rechnet. Was wären auch 8000 Fr. bei einem jährlichen Um-satz von 80,000 Fr.? Man sieht hier wieder, auf welcher Uni-versität der Statthalter seine Studien genossen hat. Wohernahn, ich denn das Geld zu den vielen Bauten, Straßenanlageuund Landankäufen?

Von dein Vermögen seiner Frau soll Noth nur einenTeil in die Hände bekommen haben", sagt der Statthalter (Act.30). Meine Frau hatte ja noch gar kein Vermögen, weilihre Eltern noch beide lebten. Dagegen erhielt ich bald nachder Heirat von den Schwiegereltern 25,000 Fr. in bar, undzwar ohne daß ich sie darum angehen mußte. Da ich ein Ce-mentgeschäft betrieb und dazu auch noch Geld entlehnen mußte,sagten sie, es wäre doch unklug, wenn ich einen höheren Zinsbezahle, als sie selbst einnehmen; sie wollen nur einen Teildes Vermögens jetzt schon geben, damit ich mich ungehindertbewegen könne. Meine Frau war das einzige Kind ihrer Eltern.Diese hatten auch keine Angst, daß ich den, anvertrauten Gutnicht Sorge trage, denn sie kannten mich von Jugend auf, da wirin dergleichen Ortsgen,cinde wohnten.. Wer meine Schwieger-eltern kannte und das ungetrübte Verhältnis zwischen unsvon Anfang bis zu ihren, Lebensabend, der weiß auch, daß,wenn ich in ernstlicher Geldverlegenheit gewesen wäre, sie mirausgeholfen hätten. Ich glaube, sie hätten mir den letzte» Rappenanvertraut. Nur so vorübergehend konnten sie nur nicht aus-helfen, da sie privatisierten und ihr Geld so angelegt hatten.