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Abschriftliche und chronologische Zusammenstellung aller Akten des amtlichen Untersuchs zur Ermittelung der Ursache des Brandes in Friedthal vom Sonntag Abend den 6. Mai 1883, sowie : Meine Erlebnisse im Friedthal von 1882 bis 1885 und ; Widerlegung der Verdächtigungen an Hand der Akten / von Jacob Roth
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Gamper in Häuslenen Kost und Logis. An einem Sonntag nach-mittag begab sich einer meiner besten Arbeiter, namens Roth, nachMatzingen in dieSonne ". Dort wurde über die Fischereiverpach-tung diskutiert und gesagt, es sei doch nicht recht, das; Frei inHutzenweil dem Roth im Friedthal die Fischerei weggepachtet habeund den Roth in solcher Weise chicaniere. Der ebenfalls an-wesende Zimmermann Gamper äußerte sich dabei, es sei auchnicht jedesmal so, wie Roth sage; wenn man das Ding ge-nauer untersucht hätte, so wäre es vielleicht auch anders heraus-gekommen, u. dgl. Aus diesen zweideutigen Worten war leichtherauszufühlen, das; sie auf den Brand in Friedthal Bezughatten. Mein Arbeiter, der den Gamper persönlich kannte, er-wiederte diesem: wenn er etwas wisse, so solle er es am rechtenOrte vorbringen oder gerade so herausreden, das; man ihn be-langen könne, und bemerkte im weiter«:Sie sind so ein Mann,daß zwei solcher einen Unschuldigen nach Döbel bringen könnten."Diese Abfertigung wurde von den Anwesenden unterstützt, undGamper mußte sich schämen.

Ohne Zweifel wird er seinem Groll hierüber zu HauseLuft gemacht und da willfähriges Gehör bei seinem Kostgängergefunden haben, der ihm noch viel Kostgeld schuldete. DerEffekt zeigte sich bald. Einige Wochen später, an einem Sonn-tag abend, kehrte mein Arbeiter Roth in der außerhalb Fraucn-feld gelegenen Wirtschaft imEspi" ein, und hier traf er auch denGamper, dessen Frau und den Kostgänger Meili. Als diesesich entfernten, fragten sie ihn, ob er sie nicht begleiten wolle,und Roth willigte ein, ohne etwas Böses zu ahnen. In Häus-lenen angelangt, war es bereits Nacht, und als Roth beimWirtshaus daselbst abschwenkte und sich von der Gesellschaftentfernte, rief ihm Meili nach, er komme auch mit ins Fried-thal, er müsse dort noch eine Schaufel holen. Roth warteteihm, und sie giengen miteinander dein Fricdthal zu. Unweitvon da behauptete Meili, man habe ihm die Schaufel absicht-lich vorenthalten, um sie nicht mehr herauszugeben, und schimpfte.Als Roth darauf sagte:So, glaubst du, wir seien Schelme,"stürzte Meili auf ihn los, aber der kräftige und flinke Rothwehrte sich und beide kollerten im Ringen miteinander überdas hohe Straßenbord hinunter. Plötzlich vermochte Roth sich