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Der Landfriedensfond / / von Albert Leutenegger aus Schönholzerswilen
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mit einer andern, wirklich von der Familie Scheuchzerstammenden Schulstiftung.

An diesem Irrtum trägt vermutlich Wirz 3 ) durcheine formelle Unkorrektheit einige Schuld. Er nennt inBd. I, Seite 431 denFond zu besserer Besoldung derLandschulmeister, erwähnt hierauf die von den GebrüdernScheuchzer anno 1705 gemachten Legate von je 1000 fl., 4 )ferner eine Stiftung von Bürgermeister Fries und fährtunauffällig fort:Andre Legate wurden in den sogenanntenLandschulfond zusammengeworfen, der aber doch A. 1777nur aus ungefähr 2800 'S 4 ) bestand. Bei nicht ganz sorg-fältiger Durchsicht des erwähnten Abschnittes konnte manleicht auf die Annahme geführt werden, Wirz halte dieGebrüder Scheuchzer für die Stifter des Schulfondes. DieseMeinung hat sich dann trotz einiger, schon zur Zeit derHelvetik entdeckter Widersprüche mit grosser Zähigkeitzu erhalten vermocht. Jetzt, da das zürcherische Staats-archiv in der Lage ist, die Rechnungen über den Land-schulfond lückenlos vorzuweisen, ist es natürlich leicht,den Irrtum aufzudecken.

Die erste Rechnung umfasst den Zeitraum von 1715bis 1723. 5 ) Sie wurde abgelegt durch Joh. Ulrich, Pfarrerzum Fraumünster , und trägt den einfachen Titel: Rech-nung über den Schulfond. Diese Bezeichnung bliebbis 1768. Der Examinatorenkonvent hatte die Aufsichtüber die Verwaltung des Schulfondes und genehmigte dieerste Rechnung im Jahre 1725. 6 ) Als Legate werden inder Rechnung aufgeführt:

3 ) Wirz, Historische Darstellung der Verordnungen über Kirchen-und Schulwesen, Zürich 17931794.

> 4 ) 1 Zürcher Gulden (fl) = 16 Batzen ä 20 Angster, hatte

den Wert von 2 Pfund (©; 1 Zürcher Pfund (U) = 20 Schilling (0)= 240 Heller (hlr).

6 ) Staatsarchiv Zürich , G II, 36.

6 ) Staatsarchiv Zürich , E II, 41.