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Der Landfriedensfond / / von Albert Leutenegger aus Schönholzerswilen
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420 ® von Salomon Nüscheler und Frau Katharina,seiner Unterlassenen Wittib (1714). 200 ffi von Chorherr 7 )und Verwalter 7 ) Hofmeister (1718).

Aus den Zinsen wurden arme Schulmeister der zür-cherischen Landschaft unterstützt. Die ersten Empfängervon Zulagen waren die Schullehrer von Wildberg undSchälchen. — Unter den späteren Donatoren, die eben-falls Stadtbürger waren, trifft man viele aus bekanntenFamilien, wie Ott, Orell, Lavater, Heidegger ; vergeblichaber sucht man den Namen Scheuchzer.

Von 1735 an wurden auch evangelische Schulmeisterim Thurgau mit Unterstützungen aus dem Fond bedacht,und später vermehrten sich diese Zuwendungen an thur-gauische Schullehrer derart, dass sie z. B. im Jahre 174646°/o der gesamten Auslagen des Fondes ausmachten. Aucheinige andere nichtzürcherische Schulen erhielten Unter-stützungen, z. B. Oetwil (Aargau ), Salez (Rheintal), Dörf-lingen und Burg 8 ) (Schaffhausen ).

Von der rechtlich nicht bedeutungslosen Tatsache,dass der Schulfond während mehr als dreissig Jahren zirka2 /r, seiner Auslagen an Schulmeister ausserhalb der Land-schaft Zürich abgegeben hatte, war zur Zeit des Streitesum den Landfriedensfond nichts bekannt.

Von 1745—1768 litt der Fond sehr unter schlechterVerwaltung. Trotz namhafter Legate während dieserRechnungsperiode sank wegen Nichtanlage der Kapitalienund wegen zu grosser Auslagen vom Jahre 1757 an derErzeig (damals 3500 11) stetig und betrug anno 1768

7 ) Die Glieder des Stiftes zum Großmünater (der Antistes, einigeGeistliche und Professoren) hatten den Rang von „Chorherre n“.Ueber die Einkünfte des Stiftes (Zehnten) war ein Pfleger gesetztmit dem Titel „Verwalte r“. ; (Siehe Wirz, Bd. II, 422 ff.)

8 ) Burg bei Stein hatte fast alle Schüler aus dem Thurgau undwurde deswegen meist als thurgauisehe Schule angesehen. Siehe Bun-desarchiv Bern , Bd. 1463.