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Die Milchproduktion im Thurgau in ihrem Verhältniss zur Ernährung des Volkes : : Referat an die Thurgauische gemeinnützige Gesellschaft / / von Jakob Christinger, d. Z. Präsident derselben
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geben uns gerne der Hoffnung hin, daß er sich des angefangenenWerkes annehmen werde.

Nach unseren Erhebungen vertheilen sich die Käsereien aufdie acht Bezirke folgendermaßen:

Käsereien.

Durchschnittszahlder eingeschriebenen Kühe.

Total

1) Bezirk Frauenfeld .

8

90

730

2)

Münchweilen

16

100

1,605

3)

Weinfclden .

19

127

2,415

4)

Bisch ofszell.

22

110

2,405

5)

Arbon . . .

18

100

1,810

6)

Kreuzlingen.

14

110

1,585

7)

Steckborn. .

9

107

965

8)

Dießcnhofen

4

135

542

110

879: 8

12,057

109,8

Im Anschluß an diese Zahlen haben wir sodann, gestütztauf mehrere Gutachten von Fachmännern, noch einige Fragenzu beantworten gesucht, wodurch es möglich sein sollte, genauernEinblick in die Verwerthung der Milch und ihrer Produkte zugewinnen.

1) Welche Sorten von Käse werden im Thurgau produzirt?

Im Sommer werden weitaus in den meisten Käsereien sog.Emmenthaler, d. h. ganz fette Käse, gemacht, für welche dieMilch nicht abgerahmt werden darf. Die meisten Produzentenlassen sich's angelegen sein, möglichst gutes Fabrikat zu liefern.Die Qualität in den größeren Käsereien ist daher auch durch-schnittlich eine gute und steht derjenigen des echten Emmenthalersnicht viel nach, vorausgesetzt immerhin, daß die Fabrikationgelungen ist. Der Verkaufspreis steht immer etwa Fr. 5 perZentner unter den Berner Preisen.

Im Winter und in den kleinen Geschäften auch im Sommerwird überall der sog. halbfette Käse fabrizirt, d. h. die Hälfte