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so einrichten zu wollen, daß die eigenen Kinder und Haus-genossen genug Milch auf dem Tische haben und die armenLeute leicht und billig Milch in der Käserei kaufen können. EureMilch ist nur um so gesegneter, je wohlfeiler ihr den Armenihren Antheil laßt. Glaubt es nur: „Wer sich des Armen er-barmt, der leiht dem Herrn."
Wir freuen uns, in dieser Sache auch den ersten Fachmannunseres Landes, Direktor Sch atzmann in Lausanne, ganz ent-schieden auf unserer Seite zu haben. In seinem Berichte überdie internationale Molkereiausstellung in Hamburg an den hohenBundesrath lobt er besonders die Völker des Norden: Schweden,Dänemark und Norddeutschland, weil sie vom Standpunkt einergesunden Volksernährung aus produziren und in erster Liniefür das eigene Land sorgen, wo Butter und Käse täglicheNahrungsmittel beinahe aller Klassen der Bevölkerung sind. Undin dem Jahresberichte der schweizerischen Milchversuchsstationvom gleichen Jahre äußert derselbe den gleichen Gedanken nochbestimmter: „Wir sprechen uns neuerdings unumwunden dahinaus, daß wir in vielen Gegenden der Schweiz den Export derMilchprodukte auf Kosten einer gesunden und kräftigen Volks-ernährung zu sehr bevorzugen, daß die zu hohen Preise fürMilch, Butter und Käse namentlich die arbeitende Klasse schwertreffen und auch eine bessere Theilung der Arbeit sehr wünschbarist." Unter dieser letztem versteht er, daß ein Theil der Pro-duzenten sich der Berücksichtigung der Landesbedürfnisse durchButter- und Magerkäsefabrikation zuwenden sollte. In Er-manglung derselben sei es vorgekommen, daß die Schweiz 1876neben ihrem großen Milchproduktenexport wieder 25,000 ZentnerKäse und 81,000 Zentner Butter einführen mußte.
So lautet das Urtheil des Nationalökonomen und gemein-nützigen Mannes, der seit einem halben Menschenälter unterunserem Volke, in verschiedenen Theilen des Landes, für Hebungeiner rationellen Landwirthschaft gewirkt hat und der über eine
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