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Scheint auch mit der Gutheißung dieser Sätze einstweilennur wenig geleistet, so dürften sie doch das Erreichbare enthaltenund werden, im Namen Ihrer Gesellschaft veröffentlicht, ihreWirkung im thurgauischen Volke gewiß nicht verfehlen.
Mit der statistischen Erhebung über die Milchproduktion imThurgau und ihre Wirkungen auf die Ernährung des Volkesbeschäftigt, sah sich der Referent veranlaßt, Herrn Dr. Sonder-egger in St, Gallen um ein Gutachten über die sanitarischeSeite der Sache anzugehen und wurde von demselben durcheine gedankenreiche und freudig zustimmende Antwort ermuntert,welche mit Erlaubniß des Verfassers hiemit in axtanso derOeffentlichkeit übergeben wird, in der Hoffnung, daß sie denfreundlichen Lesern willkommen sein und ihre volle Beachtungund Beherzigung finden werde.
„Herrn Pfarrer I. Christinger, Präsident der thurgauischengemeinnützigen Gesellschaft.
St. Gallen, 12. Februar 1878.
Verehrter Herr!
Sie wollen über Milch- und Käseproduktion schreiben undhaben die große Bescheidenheit, mich über ihre Schlußsätze ummeine Meinung zu fragen. Anstatt aller Kritik meinen herzlichenDank! Nicht nur am Krankenbette, sondern auch auf dem Ge-biete der Gesundheitspflege sind Priester und Aerzte Bundes-genossen. Ein religiös und sittlich verkommenes Volk ist auchkörperlich nicht stark, und für ein armes, schlecht genährtes, anKrankheiten und Erwerbsunfähigkeit leidendes Volk ist die Re-ligion ein Formalismus und die Freiheit eine Phrase. Ichhoffe, Ihr Beispiel werde Nachfolger erwecken, und es werdenimmer mehr der Geistliche und der Arzt, der Industrielle und