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und bis zu 75 °/» Dienstuntauglicher. (Viäs auch Schneeberger'sgekrönte Preisschrift über Ernährung des bernischen Volkes.)Der gebildete und wohlhabende Alaun aber, der ganz leichtöffentliche Meinung machen kann, wenn er nämlich will, sagt:„das geht mich nichts an," obschon er doch morgen oder über-morgen bei Armensteuern und bei Staatsumwülzungen dieSuppe ausesscn muß, die er herzlos und kurzsichtig Anderen,aber auch sich selbst angerichtet hat.
Im Kanton Bern war eine Folge der massenhaften Käsereieine stellenweise Verarmung des Landes, mehr baares Geld,aber viel schlechtere Ernährung des Volkes, Zunahme des Brannt-weinverbrauches und Abnahme der Diensttauglichen und Voll-kräftigen.
Die zweite nationalökonomische Versündigung ist eine Folgeder ersten und heißt: Verachtung und Vernachläßigung einermilden, kräftigen Kost. Das Volk verlangt immer mehr das,waS augenblicklich reizt: Wein, Kaffee und Branntwein, undkennt die milden, starken Nahrungsstoffe: Weizen und Mais,Hafer und Bohnen, gar nicht mehr nach ihrem wahren Werthe.Die Vermöglichen gleichen das bequem mit Fleisch und Kar-toffeln aus; den Armen aber bleiben Kartoffeln ohne Fleisch,Cichorien ohne Milch, Schnaps ohne Verstand — aber nichtohne soziale Rache.
Tit.! Nehmen Sie sich unseres vielgeschmeichelten, aberkärglich lebenden Schweizervolkes freundlich an, und wenn Siebei ihm das alte klassische „Thurgauer Habermus mitMilch" wieder zu Ehren bringen und erreichbar machen, sohaben Sie mehr gethan, als wenn Sie die schönste neue Kantons-vcrfassung erfunden hätten.
Genehmigen Sie, verehrter Herr Pfarrer, meine hochachtungs-vollstcn Grüße!
Ihr ergebener
Vr. Sonderegger."