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Aus der Diskussion.
Dr. Walter in Münsterlingen erklärt sich mit den Grund-gedanken des Referats einverstanden und findet, das; die me-dizinische Seite der Frage in dem Briefe von Dr. Sondereggeran den Referenten in ausgezeichneter Weise beleuchtet sei.
Dekan Kreis von Sulgen Hält die gemachten Anregungenals durch die Verhältnisse durchaus gerechtfertigt. Es werdenzwar von der Landwirthschaft gegenüber früher beträchtlichgrößere Einnahmen erzielt, aber der Milchkonsum im Volke hatabgenommen, und zwar nicht bloß bei den ärmeren Klassen,sondern im Bauernstande selbst, wo an dem naturgemäßestenNahrungsmittel eine übertriebene Sparsamkeit geübt wird. Auchist es nicht in der Ordnung, daß die ärmeren Leute ihrenMilchbedarf so theuer einkaufen müssen und ihnen die Preisevon den Käsereien ganz willkürlich gesetzt werden können. Indieser Beziehung sollte die Gesetzgebung einschreiten und schützendeBestimmungen aufstellen.
Verwalter Büchi von Kalchrain gibt zu. daß allerdings aufdiesem Gebiete der Egoismus des Bauernstandes in Verbindungmit den Käsern ziemlich uneingeschränkt wirthschafte; allein auchdie Arbeiter könnten vernünftiger und besser handeln, wenn sieihre sauer verdienten Franken weniger für Wein und Bier in'sWirthshaus trügen und dafür ihren Kindern reichlicher Milchkaufen würden. Es sind übrigens entschiedene Mißstände vor-handen; denn es gibt z. B. Ortschaften, wo der Käser dashalbe Quantum der eingehenden Milch an die Konsumentenverkauft und davon eine Provision von 6—7 Cts. per Maßbezieht. Der Staat sollte geeignete Maßregeln dagegen treffen,was am besten durch Normalstatuten für die Käsereien geschehenkönnte, wie solche schon seit einiger Zeit im Kanton Bern auf-gestellt sind. Es sollte den Bauern, welche die Milch in dieKäserei liefern, auch gestattet sein. ihren Butterbedarf selbst zu