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einer Familie Bühler im Hard (Ermatingen) Haus-lehrer gewesen, schied er von dort — unterAufrechterhaltung der freundlichsten Beziehungen aufLebenszeit — um im Herbste 1872 einem Rufe andie solothurnische Kantonsschule zu folgen wo er alsErsatz für den kreislichen Rektor Schlatter den Unter-richt in der deutschen Sprache und Litteratur zu über-nehme» hatte.
Fünfeinhalb glückliche Jahre verbrachte Bächtoidin der altertümlichen Stadt. Er hatte gesunden, wasseiner Art zusagte: eine lohnende Unterrichtsthätigkeitvor nicht allzu großen Klassen, tüchtige Kollegen,wie Franz Misteli, Dompropst Fiala, u. a., freund-liche, gesellige Leute, eine lchöne Umgebung, kurz Ver-hältuilie. die ihn zu ernster Arbeit und heiterem Lebens-genuß in gleicher Weile aufsorderten. Hür ihn be-deutete die Kleinstadt nicht Verbannung; reger brief-licher Verkehr verband ihn mit Freunden und Fach-genossen, Besuche auswärtiger Gelehrter — wie z. B.der Wilhelm Scbercrs — brachten Anregung; mitdem ihm eigentümlichen Eifer, den Boden, auf demer stand, auch historisch und litterarisch kennen zulernen, versenkte er sich in die Geschichte Sslothurns.Schon im zweite» Jahre seines Aufenthaltes hatte erdie wissenschaftliche Beilage zum Schulprogramm zuschreiben und wählte dazu den Minoriten „GeorgKönig von Solothurn und seine Reise-b e s ch r e i b u n g e n" (1664—1736). Wichtiger als dieAbhandlung selbst ist für uns heute die Einleitung„lieberblick über den Anteil Solothurns an der deutschenLitteratur", wo an bekannte Thatsachen eine Reihevon Einzelangaben geknüpft sind, hinter denen einegewaltige Arbeit steckt. Er hat später den wackerenGeistlichen „mit seiner herzgewinnenden Art, seiner oftrührende» Naivität und seine» Anekdoten" nicht ausden Augen verloren und im „Urkundio" weitere wert-