Buch 
Jakob Baechtold, Professor der deutschen Litteraturgeschichte an der Universität Zürich : : geboren den 27. Januar 1848, gestorben den 8. August 1897 / / Theodor Vetter
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hoben zu werden. Manches was Cäsarius von Heister-dach im Oialo»us miraoulorum, Jacobus de Voragiuein der llsAsnüg. aurea und andere anderswo in latei-nischer Sprache niedergelegt, das wird hier um dieMitte des 15. Jahrhunderts in fließendem Deutschzugänglich gemacht, und man wundert sich billig, daßdas merkwürdige Buch nicht schon früher zum Druckebefördert worden.

Als Herold für das neue Unternehmen derBiblio-thek älterer Schriftwerke der deulschen Schweiz" eignetesich aber der Verfasser der Stretlinger Chronik na-mentlich auch wegen seines zweiten Werkes, seinerAbhandlungVom Herkommen der Schwyzer undOberhasler", einer Schrift, die längst bekannt war,jedoch erst von Bächtold dem wahren Verfasser zuge-wiesen und kritisch herausgegeben wurde.

An zweiter Stelle sollte abermals ein Berner treten,Niklaus Manuel (Frauenfeld 1878. 60XXHI u.467 SS.), der Freund unseres Zwingli, der Maler,Dichter und Staatsmann, der mit Wort und Schriftso mutig für die Sache der Reformation eingetretenwar. Mit voller Begeisterung widmete sich Bächtolddem Studium dieses sympathischen Mannes, und im-posant ist das Denkmal, das er ihm gesetzt hat. Dank-bar erkennt er an, was der geistvolle Karl vonGrüneisen (-s 1878) unserem Landsmann erwiesen;doch es war nach vierzig Jahren wohl angezeigt, mitder Forschung aufs neue einzusetzen, und freudig hobdie Kritik damals hervor, welch großen Dienst Bäch-told der Litteratur des Reformationszeitalters im all^gemeinen durch sein Buch geleistet. Mehr als dreißigBibliotheken des In- und Auslandes hatte er ge-wissenhaft durchforscht, eine ganze Reihe von Einzelheitenentdeckt, mit deren Hilfe er seinen Helden in ein völligneues Licht zu stellen vermochte.