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prädestinier!. Bei aller Begeisterung für andere Artender Dichtkunst trat doch seine besondere Neigung hieroffen zu Tage. Das Nachempfinden — im bestenSinne oes Wortes — war seine Stärke. Kein Wunder,daß er Mörike und Storni hoch schätzte, daß er seineArbeit gelegentlich auch Hölderlin zuwandte svgl.Vierteljahrsichrifl für Litteraturgeschichte 1888). Etwafünizehn Jahre zurück — wenn nicht mehr — wirdBächtolds Plan ,u datieren lein, ein Werk über Mö-rike zu schreiben. An Sammlungen und Vorberei-tungen jeglicher Art fehlte es hiezu nicht. In derDeutschen Rundschau ( XI, 2 Pg. 269—284) halteer 1884 die Feder schon einmal angesetzt, dann folgtenin Zwischenräumen von kleineren Arbeiten abgesehen,der „Briefwechsel zwischen HermannKurz und Eduard Mörike", Stuttgart 1885,fünf Jahre später der „Briefwechsel zwischenMoritz von Schwind undEduardMö-r i k e" (Leipzig 1890), in welchem die romantischePhantasie des großen österreichischen Malers und desauf seinem Gebiete nicht minder großen schwäbischenDichters sich die Hand reichen; endlich der Mörike-S t o r m - B rie f w e ch s e l (Stuttgart 1891). Auchdie persönlichen Beziehungen des Verstorbenen zuMörikes Witwe gaben ihm Vieles in die Hand. wasder Mörike-Biogr.iphie eigentümlichen Wert verliehenhätte. Daß uns dieses Werk nicht noch geschenkt worden,haben wir wohl am meisten zu bedauern. Aber esmußte vor dringenderen Aufgaben „einstweilen" zu-rücktreten !
Nachdem kleinere Vorarbeiten wie „die ZüricherMinnesinger" (im Taschenbuch für 1883) und dieUnterstützung von Karl Bartschs prächtiger Ausgabeder „Schweizer Minnesänger" (Frauenfcld1887) erledigt waren, schritt Bächtold zur Ausführungseines großen Planes. Den ältesten Schätzen deutscher