nur roo. *) Man ficht, daß das Leben des lezternnoch weniger galt, als das Leben eines Burgunders.Auch besaß der Burgunder theils größere Cultur, theilsstand er mit den Franken in näherer Verwandtschaft.Denselben Unterschied, welchen das Gesez zwischen denProvinzen beobachtete, beobachtete es zwischen den Hähernund -geringern Ständen. Nach Chlodowigs Hinschiedtheilten sich in die verschiedenen Bezirke der fränkischenMonarchie seine Obcrbcamten und Feldherren. - Schongicng die kaum cmporblühcnde Monarchie wieder inAristokratie über. Mit den, Tode jedes Königes er-folgten neue Theilungen. Im I. ;84- richtete dieKönigin Fredegunda insgeheim ihren Gemahl hin; imI. 605. machte die Königin Brunehilde zur Entkrästungdes Adels den blutigsten Anschlag, im Jahr ÜIZ.wurde sie selbst das Opfer des Anschlages. Der neueKönig, Chlotar II, beruft im I. <>-5. nach Paris denReichstag zusammen. **) Aus dem Reichstage vergleichtman sich über folgende Punkte: „Die Vischöffe sollen„von der Geistlichkeit und dem Volke gewählt, und„nach des Königs Befehl von dem Erzbischoffe ein-„geweiht werden. Auch die Geistlichen werden nach„ Landesgesezcn gerichtet, jedoch nicht ohne Zuziehung
„von
*) I-egcn kikoarioe. Omullingian. k. IX. LäufersBeiträge Tb. I. S. i>.
**) Balüz naict. Ltrlatarii II.