Band 
Erster Band.
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nebst den neutralen Cantoncn GlaruS, Freiburg , Solo-khurn, Schafhausen, Appenzcll, redeten zum Frieden.Auf beiden Seiten triumphirtcn über den ReliqionS-Eifer eidgenössischer Bieder- und Frohsinn. An derGränze lagerten sich die Vormachen ins Gras rund umdie gemeinschaftliche Milchschüssel, und muthwillig schlugeiner dem andern den Löffel zurük, wenn dieser über dieGränzlinie zu weit hinauslangte. Landammann Aebl!»on Glanis und StaLtmeister Sturm von Straßburg brachten den r«. Juni i;-». einen für die Reformirte»günstigen ReliqionS - und Landfrieden zu Stande. DerFrieden verbürgte jedem Cantone in Betreff des Gottes-dienstes gänzliche Unabhängigkeit, und in den gemeineidgenössischen Dogteien überließ er die Auswahl de«Dienstes jeder Gemeine, nach Mehrheit der Stimmen.Die katholischen Cantone entsagten dem Acligionsbundemit dem römischen Könige; die Schwyzcr bewilligten deirErben des Hingerichteten Predigers, Jakob Kaisers, eineGenugthuung un Gelde; dieLuzerncr zogen den ThomasMnrner wegen seiner Schmähschriften gegen die Refor-mirten zur Verantwortung, ließm ihn aber heimlichentfliehen; *) die Untcrwaldncr bezahlten den bcrnerschewJug inS HaSlethal: die Juger schikten anstatt des in-toleranten

*) Berchtold HallcrS Briefe an Iwinqli in 6er-lnii»ist. kekorm. r. !l. Anton Posskvin Apprrat.V. II. S. 48».