kleiden; sie flüchtet sich aber durch eine verborgeneHiinerthüre hinab ins Schis, und rudert nach demjenseitigen Ufer. Nach einiger Weile suchen sie dieHäscher rm Nebenzimmer, und, da sie der Hinterthürenicht gewahr werden, so bereden sie sich, die Damesey vsm Leufel weggeführt worden. Auch andereTrauen flüchteten sich, und sie werden zur Einziehungihrer Güter verdammt. Wenn der NunziuS und dieMönchen so heftig gegen die freiere Denkart eiferten,so geschah es, weil sie der Anqrif auf ihre Dogmenzugleich auch mit einem Angrif auf die vricsterlichenEinkünfte bedrohte. Ein Schuster, Niclaus Gräcus,fagte zu einem Weibe, das dem Priester der Madonnabell Gaff» den Zehnten - Wein zutrug, warum sie ohneNoth den reichen Priester noch mehr bereichere? §Santwortete: den Wein bring ich unserer lieben Frauen.Nach der Auflag der Umstehenden soll Niclaus erwie-dert haben, Madonne sey ein Göze; wofern sie allenden Jehntenwcin trinke, so sey sie eine vertrunkeneMeze. Als Lästere» der heil. Jungfrau wurde er insGefängniß gelegt. Auf das Nachwerben des NunziuShielten im Jänner 1555. die katholischen Gesandtenüber ihn Blntgcricht. Gelbst katholische Einwohnerdes FlekenS flehten für ihn um Gnade, allein das Her-beyströmende Landvolk drang auf seine Hinrichtung,«nd mit dem fanatisirten Volke vereinigten sich selbst, umsich bey dem Nuncius in Gunst zu sqen, die in den Gch-os
des