des BabstthumeS zurükgetrettenen Reformirten. MitMehrheit der Stimmen verdammten die katholischenGesandten Niklauscn zum Tode. Unerbittlich beharr«ten sie darauf, daß bey Lebensstrafe alle Reformirtenauf den z. Merz r;;;. das Land räumen sollten. Un»gesäumt machten diese die Anstalten zur Auswanderung.Alois von Orell und Giovanni von Muralt trafen dieAbrede, daß gewissenhaft nach seinem Vermögen jederReichere den ärmern Handwerkern bcistehen sollte.Rührend war die Trennung liebender Ehegenossen,Anverwandten und Freunde, von denen die einen alsreformirt auswanderten, die andern als katholisch zu»rükblieben. Nicht ohne Leibes »und Lebensgefahr zo»gen die Emigranten, in ihrer Mitte die Kranken,Alten, Schwängern, Säuglinge, theils durch den fa«natisirten VolkShauffen, theils durch aufgethürmtenSchnee.") Nicht muthloS, aber vor Kälte und Müdigkeitbeinahe erstarrt, gelangte mit Anbruche der Nacht dieCaravanne nach Roveretto , dem ersten graubündner-schen Dorfe oberhalb Bellen;. Hier bewillkommte sieihr erster Lehrer, Beccaria . In dem kleinen friedli-chen Dorfe blieben sie bis zum Anfange des Maymo-natS; hernach wanderten die mehrern in den Conto»Zürich. Den ir. May kamen ihrer 116. nach Zürich .Gastfrei) nahm man sie auf. Die reichern unter denLocarnern, Lrell, Dimus, Muralt u. a. errichtete»' _ für
») StUMph VI. io. Icmye belvet. VI. n. 10 ,