Band 
Erster Band.
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für sich selbst eigene Haushaltungen, und nahmen är-mere zu sich. Da sie wegen Unkunde der deutschenSprache von den, Gottesdienste in Zürich keinen Ge-brauch machen konnten, so erhielten sie auf obrigkeit-lichen Unkosten italiänische Lehrer und Prediger. Dieersten waren Becearia, und eine Zeit lang auch derberühmte Schür von Siena . *) Aus andern refsrmir-ten Cantonen erhielt die Colonie beträchtliche Untcrstü-zunq. Ueber den Mißbrauch der Wolthatigkeit schreibtLllois von Orell an seinen katholische» Bruder in Lo-rarno: „die grossen Licbessteuren der guten Züricher„werden unsere Leute verderben; sie singen und beten„so oft, wie eure Mönchen, aber sie arbeiten eben s»„wenig." Zur Belebung ihrer Industrie trugen ihreVerfolger in Loearno selbst bey. Dies gieng so zu: dieOrell, Dunus, Muralt waren gewohnt, auf ihrenGütern in Loearno viel Seide zu bauen. Nach ihrerVerweisung trafen die katholischen Lokarner unter sichdie Abrede, von den Gütern der Vertriebenen keineSeide zu kaufen, in Hofnung, daß sie hernach diesel-ben tief unter dem wahren Werthe werden abtrettenmüssen. Mein die oben erwähnten Familien kamendem Anschlage dadurch zuvor, daß sie die Seide nachZürich kommen liessen. In Zürich errichteten sie Sei-dcnmühlen, Seidenfärbereyen, Webstüle. So wiealso im I. rrrü. unter den Wellstschen und gibellini-

_ schen

*) Bayle Oictionnsire.

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