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Die Helvetier zu Cesars Zeiten : ein Staats-Trauerspiel in fünf Aufzügen / [Karl Müller-Friedberg]
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Hordrich.

Ich athme wieder. (Nach einer Pause ) Aber,wenn er auch über diese Blödigkeit erhaben ist; wobin ich dann'?

Lucius.

Dann schläfern sie den Löwen ein, um ihn destosichrer zu erdrvßlen; werden sie nachdenkend;wanken sie; stammeln sie; wischen sie sich dre Augen;lassen sie eine Thräne fallen; scheine» sie durch seineGründe gerührt, von einem Stral Vaterlandsliebebetroffen; von dieser ebentheurlichenEmpfindung ganzbegeistert; werden sie aufeinige Augenblicke einschwarrmerischerNepublickaner. Julius ist nicht miötrauisch;

der Gute ist es nie-. Wenn wir nur in Freun«

bestanden sind; wie leicht werden wir ihn entfernen,und mit seittem kleinen Haufen zernichten, zermal«rnen können?

Hordrich.

Durch dich lebe ich wieder auf. Freund! o meinLucius! Verlaß mich nicht! ich weiß, was ich dirzuverdanken habe. Wie ein schwankend Brett,das jeder Luft nach Gefallen vor sich her treibt,dem jede Welle Untergang droht. - -

Lucius.

Izt sammeln sie ihre ganze Standhaftigkeit! Ju«lius kann nicht mehr lange ausbleiben, und die Srun«berücktem, in der ihr Schicksal entschieden werden

soll-. Bald wird ein Helvetier, als Heerssührer

über seine Brüder erhoben seyn; meine Gegenwart

bey dem Volke ist um desto nothwendiger -.

Ich will ihnen ihre Deute sicher in die Hände spielen;bald sehen wir uns wieder.

Zween-