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Die Helvetier zu Cesars Zeiten : ein Staats-Trauerspiel in fünf Aufzügen / [Karl Müller-Friedberg]
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85
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lichern Laster; das that mein Julius nicht: in seinerersten Blüthe brannte er voll heiligen Eifers für dasVaterland; meine Grundsätze, die Grundsätze derNechlschassenheit hatten in den: noch zartenVusen schonstarke Wurzeln gefaßt; schon öfters wagte er sein Le«den für Helvetien. Und nun auf einmahl so tiefgestürzt! von der reinsten Tugend zu der »«heiligsten,Unthat (Lebhaft.) nein, das konntest du nicht!/,Julius konnte das nicht! die Zierde unserer Imgend, ihr Beyspiel, ihr Anführer, Julius, einHeld, mehr dann ein Held, ein Patriot, derLieblinge des Vaterlandes, der mich, der seine Mit/kürzer so zärtlich, so feurig liebte; der sollte iztihr tödtlicher Feind, ihr Verräther, ein Ungeheuergeworden seyn? O nicht möglich! nicht möglich! doch er kömmt, er ist beschuldigt; ge/,nug, ich darf nicht sein Vater, ich muß sein Richterseyn.

Achter Auftritt.

.. Lajus, Julius, (der mit aufgeheitertem Antlitz «eintritt«.) Divico, einige Rrieger.

Cajus.

(Beyseit«:) Diese Stirn ist nicht das B«wußt seyn des Lasters; und dennoch (er seufzet,dann schärft er seine-GestchtSzü-e, und im erstewTdnc:)Schande deines Geschlechts! niederträchtiger Bürger!unwürdig den geheiligten Namen zu tragen.

Wie! du bebst nicht zurück, da du den Tempel be/teiltest, den du mit dem., fürchterlichsten Meineid

entehret?

er.-

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