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Die Helvetier zu Cesars Zeiten : ein Staats-Trauerspiel in fünf Aufzügen / [Karl Müller-Friedberg]
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beklemmten, verirrten Jünglings glauben? die Gott-heit, die ich noch heute in diesem Tempel verehrte, istmir Zeuge, das er schuldlos, rein, wie die heiligeTugend ist. (Mit Nachdruck:) hab ich das Gc-setz übertrecten, oder nicht?

^ , Valerius.

Durch das heiligste schwöre ich: er hat das Va-terland gerettet; er hat sich dem fürchterlichsten Ge-webe einer schreckvollen Verrätherey widersetzet.

Lajus.

Da unterwindest dich umsonst mit unheiligenSchwüren, und toller Ungesiümme den Freund zuretten. (Mit Erbarmen anfihn herabsehen-:) Jüngling!-ein betäubender Zustand rührt mich empfindlicher,als du denkst; meine eigene; noch angeheilte Wundeblutet wieder. (Jun, Haüprern:) Einer von ihnen mei-ne Freunde, wird sich des Armseligen erbarmen. Ent-reißen sie ihn einem Auftritte, dessen Schauer seineKräften übersteigt; besorgen sie sein Leben gegen dirlobende Verzweiflung.

V^lerius.

l Wild aufstehend:) Mein Leben! was wird es mirohne ihn seyn? tödtlicher, ewiger Vorwurf!(Er nahet sich den: Iulmt, und faßt mit einer sanftemBetrübniß eine seiner Händen r ) Wir sind hülfivs; dieGrausamen sind gegen das Mitleid versteinert; aber,du bist nicht grausam. Freund; laß mich dir zur Seitesterben.

Julius.

(Wendet bestürzt das Antlitz von ihm «b.) ^

La-