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Die Helvetier zu Cesars Zeiten : ein Staats-Trauerspiel in fünf Aufzügen / [Karl Müller-Friedberg]
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109
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Lajus.

Ihr Unterwinden war Unsinn, wenn sie durchdie edelste, und wahnwitzigste Lüge sein Leben zu ret-ten hofften.

Valerius.

Lüge! > nein Entmenschte! es ist nicht Lüge.Ich fvdre allen Zorn der Gitter auf meine Scheitel, hören sie den schrecklichsten Schwur auch aufmeines Freundes Scheitel fodre ich ihn, wenn nichtVerrätherey den Staat untergräbt; wenn er sich nichtseinem Untergang widersetzte.

Numejus.

Glauben sie es Cajus, das Geheimniß ist sehr be-denklich. s ZumDalerius hintrettend:^ und dochist ihr Bestreben ohne Wirkung, wenn sie sich auf ei-ne bloße unwahrscheinliche Erzählung steifen. Siemüssen die genaueren Umstände, das wahre Verhält-niß dieser angeblichen Verrätherey entdecken: oderke-ne Rettung für Julius. Ohne Beyhülfe warihnen eine Verschwörung unmöglich: sie müssen dieMitschuldigen nennen, oder ihr Angeben ist nur einemitleidige Erdichtung.

Valerie: s.

Sie beleidigen mich; - nach dem theuersten

Schwur, zu dem mich ihre mißtrauische Härte zwang. Ich kann ihnen nichts entdecken ; aber wissen sie,daß auch Hclvetien sinkt, wenn Julius stirbt; daßer es retten kann, wenn er lebt.

Nnmejus.

Und doch wird ersterben, wenn sie sich zum schwei-gen