ILl
) ° c ^
Hordrich.
( Sinkt für Entsetze», bebend auf den Stuhl.)
Lucius.
Zittere nicht Furchtsamer! die Entführung war zuschnell; unmöglich können sie deine Feinde mehr ein-holen.
Hordrich.
(Steht wüthend von dem Stuhle auf, und laust mitHeftigkeit auf den Lucius zu : ) Bösewicht! was hastdu gethan? das einzige, warum ich noch am Lebenhieng, mir entrissen; das einige Mittel ohne Höllen-angst zu sterben vernichtet; mich zum undankbarstenGreuelmenschen, unwerth seiner Verzeihung michgemacht. (Er stämpf-; geht verzweifelnd auf und nieder:und wirft sich mit den Kennzeichen der äussersten Gemüths»bangigkeit wieder auf den Stuhl.) — Julius! ——meine Tochter!
Lucius.
( Der seinem Kampf mit ruhiger Härte zusah: )Wie! wolltest du vielleicht den von deinem Blute trie-fenden Julius mit der Hände deiner Tochter beloh-nen?
Hordrich.
Ja, daS wollt ich, Grausamer! —< auch erwollte für mich sterben ; nun hast du mich zum schwär-zesten Undanck, Sie, Ihn zu ewigen Thränen ver-dammt. — Entsetzliches Schattenbild! er verfolgtmich der thränende Blick des bleichen abgehärmtenKistdes, in dessen zerstörten Zügen ich die ganze Ge--schichte meiner Grausamkeit lesen muß.
Lucius.
( Mit beleidigender Kälte r) Dieß ist wohl die
letzte