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Die Helvetier zu Cesars Zeiten : ein Staats-Trauerspiel in fünf Aufzügen / [Karl Müller-Friedberg]
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121
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Hordrich.

( Sinkt für Entsetze», bebend auf den Stuhl.)

Lucius.

Zittere nicht Furchtsamer! die Entführung war zuschnell; unmöglich können sie deine Feinde mehr ein-holen.

Hordrich.

(Steht wüthend von dem Stuhle auf, und laust mitHeftigkeit auf den Lucius zu : ) Bösewicht! was hastdu gethan? das einzige, warum ich noch am Lebenhieng, mir entrissen; das einige Mittel ohne Höllen-angst zu sterben vernichtet; mich zum undankbarstenGreuelmenschen, unwerth seiner Verzeihung michgemacht. (Er stämpf-; geht verzweifelnd auf und nieder:und wirft sich mit den Kennzeichen der äussersten Gemüths»bangigkeit wieder auf den Stuhl.) Julius!meine Tochter!

Lucius.

( Der seinem Kampf mit ruhiger Härte zusah: )Wie! wolltest du vielleicht den von deinem Blute trie-fenden Julius mit der Hände deiner Tochter beloh-nen?

Hordrich.

Ja, daS wollt ich, Grausamer!< auch erwollte für mich sterben ; nun hast du mich zum schwär-zesten Undanck, Sie, Ihn zu ewigen Thränen ver-dammt. Entsetzliches Schattenbild! er verfolgtmich der thränende Blick des bleichen abgehärmtenKistdes, in dessen zerstörten Zügen ich die ganze Ge--schichte meiner Grausamkeit lesen muß.

Lucius.

( Mit beleidigender Kälte r) Dieß ist wohl die

letzte