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Die Helvetier zu Cesars Zeiten : ein Staats-Trauerspiel in fünf Aufzügen / [Karl Müller-Friedberg]
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120
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ihren König dich nennen; dein niedergeschlagenes We»sen wird Grimm und Spott noch mehr in ihnen an»fachen. Scheußliche Flüche werden sich übet deinHaupt «ufthürmen; und jedes Weib, jedes Kindwird Hordrichen mit einem Steine treffen.

Hordrich.

Der Götter unversöhnliche Rache!, Itztschlemldern deine Blitze zernichtend auf mich her! derGedanken des Todes war mir erträglich, so langschwache Hoffnung den bestürmten Busen beben hieß;ober itzt bey seiner Gewißheit, bey der grauenvollenSchilderung seiner Schmach, itzt erstarren meine

Glieder im kalten Entsetzen.-wo sind itzt

Leine stoischen Tugenden Lucius? kannst du mich ster-ben lehren?

Lucius.

Verlassen muß ich dich; vielleicht kostet mich schonLiese Verweilung das Leben. Ich habe alles fürdich gethan; selbst unter dem Krachen unseres gemei-nen Falles war ich meines Geistes mächtig. Mit ze<lhentausend Freunden, die sich für dich erklärten, wollteich nur Zeit gewinnen von Dumnorix stärker« Bey-stand zu erhalten. Dieses zu bewirken, und weenigstens eine deiner Absichten zu erfüllen, wählte ichden wackersten meiner Freunde, übergab ihm Clau-dien

Hordrich. (Geschreckt, und aufmerksam.)

Meine Tochter ?

Lucius.

Schon hat sie die nahen Gränzen überschritte«;bald wild sie in -er Gewalt -es Dumnorix seyn-

-Hord-