Buch 
Kleine Sitten-Gemälde für Kinder / von J.M. Armbruster
Entstehung
Seite
15
JPEG-Download
 

Der Graf erstaunte. Alles war ihm ein Traum.Er wollte danken aber treuherzig fiel ihm der Ker-kermeister in's Wort: Nicht mir, Ihrem rechtschaffe-nen Bedienten müssen Sie danken. Er hat durchseine Bitten, seine Thränen mich gerührt und durchsein Gold die Schtldwache bestochen. Eilen Sie!Wenige Schritte von hier erwartet er sie. DerGraf gieng, fand seinen Retter an der Stelle, dieman ihm angezeigt hatte, sank, Thränen des Dan-kes im Auge, in die Arme desselben, und glücklicherreichten Beyde die Schweiz. Leben und Freyheithatte nun der Graf gerettet, aber außer diesen besaßer auf der Welt nichts! Doch nein Er besaß nocheinen Schar, der nie bösen Menschen zu Theil ward,einen rechtschaffenen, treuen Freund, seinen Bedien-ten. Herr Graf, sagte dieser brave Mann, undlegte hundert blanke Louisd'or und zwo goldene Uhrenauf den Tisch, Herr Graf, dieses Geld ist von jertan Ihr Eigenthum. In Ihrem Hause erwarb iches. Ich war ein armer, verlassener SavoyardenJunge, hatte nichts ru brechen und nichts zu beißen,da nahmen sie mich auf, kleideten mich, ließen michunterrichten und behandelten mich immer mit Nach-sicht und Güte. Tausendmal wünschte ich im Stillen,Ihnen einen TheU dieser Wohlthaten vergelten rukönnen.. . Machen Sie mir das Vergnügen, und