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Kleine Sitten-Gemälde für Kinder / von J.M. Armbruster
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stelluugen nicht achten wollte / begann/ auch an ihmihre große Kraft zu beweisen. Mit gesenktem Haup.te sezte er sich / als er kaum hundert Schritte weitgegangen war/ unter emcm Baume nieder und über-dachte zum er-kenmal seine Lage/ fühlte zum ersten-male : daß er thöricht nnd leichtsinnig gehandelt habe/das Haus seiner Aeltcrn zu verlassen. Wie? dachteer bey sich selbst, wenn ich zurückkehren, ihre Ver-gebung suchen und besser werden würde? Vielleichtwürden sie mich wieder aufnehmen. . . . Schonstand er auf, um heimzukehren. Aber plvzlich er-wachte wieder sein Stolz. Wenn auch meine Ach-tern mir verzeihen, sagte er m seinem Herzen, sowerden doch. andere Leute meiner spotten. Mit Fin-gern wird man auf mich zeigen. Die Kinder wer-den mir nachrufen: Da geht der Entlaufene. Nein!ich kann, ich will diese Demüthigung nicht erdulden,und sollte ich noch tausendmal unglücklicher werden,als ich schon bin!" Der Stolz siegte über die Reue,und Karl sezte, obgleich mürrisch und unzufriedenmit sich selbst, seine Reise fort, bis er für Ermattungund Hunger kaum mehr zu gehen vermochte. Thrä-nen traten ihm wieder in die Augen. Aber Thrä-nen stillen den Hunger nicht. Der Unglückliche rißGras ab und kaute es. Endlich fand er in der Ta-sche seines Oberrockcs eine harte B«dkrummc. Ha