Religionsverachtung. 287
Man stelle ihnen die Religion, als das er-habenste und gröste Kleinod der Welt vor ! —
Und vor allen Dingen wiederlege man sie miteinem nach der Religion eingerichteten Wandel!
Nahe an dieses Laster gränzt die
RelWvnsvcrachtung.
Die Abneigung, Widerwillen gegen die Rekle«-«I- i».gion , Geringschätzung derselben, welche beynahedie gleichen (Quellen hat, wie jener und selbst eine Quellm.seiner Quellen ist. Die Religionsverachtung hat Folgen,auch eben so traurige Folgen. Ein Mensch der dieReligion verachtet, wird nach und nach zum völli-gen Verläugner und Feind derselben werden undsich seiner Wohlfahrt und Seligkeit berauben.
Reu.
dien ist Leid ünd Traurigkeit über seine Sun« Was ist sie?den, und besteht aus den Empfindungen desUnwillens , der Furcht, der Schaam und derUnwürdigkeit, die nicht aus blosser Furcht vorder Strafe, und den traurigen Folgen die uns dieSünde zugezogen hat, nicht aus einer blossennatürlichen Weichlichkeit, nicht aus Gewissens-angst oder gar aus Heuchelei), sondern vielmehraus der Ueberzeugung von der Schuld und Schänd-lichkeit der Sünde in Absicht aufGOtt und JEsumherrühren müssen. — Reu muß also ein Mittel zur
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