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weiterungssucht der Reifröcke. Den Schweizerinnenüberhaupt giebt Stanian, der im I. 1714 als engli-scher Gesandter in der Schweiz gelebt hat / folgendesZeugniß: *) »Durchgängig werden sie für sittsamund für gute Hauswirthinnen gehalten. Vielleichthaß man ihre Keuschheit/ besonders auch in den pro-testantischen Kantonen., eben sowohl den politischenund häuslichen Einrichtungen als dem Temperamentelind der Gewissenhaftigkeit zuschreiben muß. Auf dereinen Seite/ fährt Stanian fort, wird jede freyereGalanterie als Verbrechen gestraft, auf der andernSeite jede Anreizung zu Begierden entfernt." Wennein heutiger englischer Gesandte, wie;. P. zur Zeitder Revolution Wikham, den jetzigen Lmr «!e la 8m»sedarstellen wollte, so würde seine Beschreibung zu derGtanianschen ein interessantes Parallel seyn. G»lange in der Schweiz die Glücksgüter beschränkt blie-ben, war man auch beschränkt in Absicht auf Bedienteund Zimmer, in Absicht aus Gastmale, Concerte undBälle, und eben darum in Absicht auf galante In-triguen. Um so viel weniger groß ist in der Schweiz der Einfluß der Glücksgöter, je gewöhnlicher sie un-ter alle Kinder gleich getheilt werden, und besondersmich je seltener die-Ehelosigkeit -st, und je frühzeiti-ger und kinderreicher die Heirathen sind. Wenn
*) Ltat äs la Luirse, eerlt en 1714. S. r;r»