DAS SIBENDE BÜCH. Cap. IV. D.
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1422. Herr Hans Heinrich Trucksäß von Diessenhofen, herr Hans Trucksässengenant Bitterli son, und Hans von Homburg der eher verkouftend im nammen derenvon Randenburg den Werd, das schlößli under dem großen oder wilden Louffen,mit sampt Nüwenhusen und Hofstetten Conraten von Fulach')• Anno 1431 wonet5 diser Hans Heinrich uf Herblingen 2 ) und schreibt sich «vogt zu Diessenhofen, seßhaft
wohnh. in Zürich, hat sich von der Leibeigensch. des Jkr. Joh. Truchs. den man nempt Bitterly vonDiess. losgekauft und tritt diesem ihre Rechte an des Kuchimans gut *e Hofen ab. U. b. Fr. v. Zieg-ler-Arbenz. 1429 Hans Truchs. gen. Bitterly und Hans Tr. gen. Molle v. D. gebrüeder haben ihremVetter Heinrich von Blumberg ihren Weinzehenten zu Diess. ennent der Rinbrugg um 410 gl. ver-pfändet und versprechen, innert Jahresfrist einen Willbrief von der Lehensherrschaft Österreich auszu-wirken ; sie setzen dafür als Bürgen Beringern von d. hohen Landenberg zu Frowenvelt und Hansenv. Mtinchwile zfi Swandegg, unser lieben öcheim. Stadtarch. Diess. n. 72. 1429 'Hans Truchs. v. Diess.
\u Herblingen gen. Bitterly hat Streit mit Paradies wegen des Zehenten zu Herblingen; im Urtheil-brief wird auf die oben erwähnten UU. v. 1352, 1355, 1369 und 1395 Bezug genommen. Ct. Arch.AA 45 u. 95, 2, u. AVK Par. Zu Molli vgl. ferner die Urklt. v. 1408, 1412, 1417, 1427, 1429 u. 1434bei Lichn., V, Reg. 1012. 1324. 1679. 2548. 2569. 2800. 3310. 1433 Mont, nach Laet. Basel. KaiserSigmund entscheidet einen Streit zw. Hans Truchs. gen. Bitterlin v. D. u. d. Stadt Diess. über die Vogtei
u. den Rheinzoll. Bitterli meint, Herzog Friedrich habe s. Bruder Molli die gen. Streitobjekte verpfändet
für geleistete Dienste u. ein Darlehen v. 1021 gl.; Hans und seine Erben mögen den Zoll einnehmen,bis ihnen Genüge geschehen; nun sei sein Bruder mit Tod abgegangen und die Lösung noch nichterfolgt, er (Bitterli) als nächster Erbe habe darum das Recht an den Zoll. Die Diessenhofer, welchedenselben verweigern, entgegnen, die Truchsessen hätten den Zoll nur als Leibgedinge innegehabt,sie hätten den Pfandbrief erst erhalten, als der Herzog in Ungnaden war und der Kaiser sein Landeinnahm u. s. w. Das Urtheil wird dahin gefällt, Hans Truchs. möge fürbringen mit Herzog Friedrichsoffen versiegelten Briefen, daß der Herzog ihm den Pfandbrief versigelt auf den Tag Datums des Briefsgegeben habe, dann solle geschehen was Rechtens. Stadtarch. Diess. n. 73. Im Stadtb. v. Diessenh.heißt es p. 145 : Frow Ursell Truchsässin geporn von Hohenfels (Gern, des Truchs. Molli) ist burgerinworden (nach dem Tode ihres Mannes) git järlich 111 lib. hlr. xe stur, u. hat her Hainrich Truch-säß gesprochen für sin stm Jungher Hans Ulrich, dag es sin guter gunst und wille si (näml. daß er auchzum Bürger angenommen werde); (fama exiebat, quod esset maritus eins). Actum anno dom. 1434 dominicadie post Barthol. apli. Stadtarch. Diessenh. Vgl. Pupikofer I, UU. p. 70. 1434 Hs. Truchs. gen. Bitterliverkauft 2 Gütchen, der kind güetli u. des Kuchimans gut, zu Hofen als ledig Eigen, nur daß der Käufereinen Grundzins an den Abt v. Stein u. 8 Schill, xe vogtrecht an die bürg xe Herblingen geben u. einemBurgherrn zu Herbl. dienstbar sein soll. U. b. Frau v. Ziegler-Arbenz. 1439 Jungher Hans Truchs. v.D. gen. Bitterli, Vogt zu Diessenh., u. Jghr. Hainr. Truchs., sin el. sun, verkaufen an den Priester KonradSuter, Kaplan bei des Trabers Altar zu Diess., ihr Gut genannt Heny Spalteustains gut g u Basendingen.ib. n. 86. 1441 die Leute von Kiderschlatt erklären dem Jghr. Hans Hainr. Trucks, v. D. gesessen uf
Herblingen, vogt xu Dyessenh., daß sie ihn zum Vogt annehmen u. ihm dienen wollen wie den vorigenVögten, näml. dem v. Hasenstain, Jr. Rüd. Spiser, dem Zan (Hainr. diclus Zau wird a. 1390 Bürger inDiessenh. Pupikofer, I, UU. S. 70) u. Jr. Molle Truchsäß üwer velier, alle säliger gedächtnus. ib. n. 88.
') 1422 her Hainrich Truchs. v. Diessenh., ritt er, und Hans v. Homburg verkaufen etc., s. dasNähere S. 485!. Dieser Heinrich Truchs. ist entweder der Bruder des Domherrn Ulrich oder der Sohndes Joh. Brack, vgl. S. 695 Anm. 1. — 2 ) Im J. 1438 verkaufen Jungher Hans Truchs. v. Diess., denman nempt Bitterly, und sein Sohn Hs. Heinr. Truchs. und Heinrich Irmensew als Vogt der ElsbethTruchsässin geb. v. Ehrenfels, der Gemahlin des Junker Hans, an Konrad Ziegler d. ä. eine Wiesein Herblingen, U. b. Hrn. Reg.-R. Dr. Joos. 1439 Adam Cron verkauft an Hs. Heinr. Truchs. v. Diess.,seßhaft zu Herblingen, seinen Hof zu Nidingen. f.fürst. UB. III, 283. 1440 Cünli v. Schlatt kauft die 8Schill. Vogtsteuer, die auf seinem Gut zu Hofen haften, von Hs. Heinr. Truchs. in Herbl., Bitterli’sSohn, los. U. b. Fr. v. Ziegler-Arbenz. Vgl. auch die Regesten in der vorvorigen Anm. 1441 Hs.Heinr. Truchs. entlehnt Geld bei Jäklin Slöter dem tuchscher v. Schafh. Ct. Arch. AA 35, 1. Vgl. denBrief v. 1473 ib. 1442 Hans Ulrich und Hans Hainr. Truchs. v. D., gevettern, versichern die Bürger
v. Diessenh. für die dem Hans von Randegg zu Hailsperg, ihrem Vetter, für sie.geleistete Bürgschaft.
Stadtarch. Diessenh. n. 93. 1443 Hs. Heinr. Tr. v. D. zu Herblingen verkauft des Krons Hof zu Ni-dingen an das Frauenkloster uff Hofe bei Nidingen. ff. UB. III, 351. 1444 Herz. Albr. v. Österreich
gibt für sich und seinen Bruder Friedrich dem Haus Ulrich TrugsegX v - Dyessenh. die Erlaubnis, demHainrich v. Plumberg die -xwo mülen an dem mülbach zu Diess. für 800 gl., weil. Ursulen seiner Schwe-ster verschrieben u. Österreich. Lehen, verpfänden zu dürfen. Derselbe überträgt auf Heinr. v. Plum-berg den halben Zehenten euhatb der Rheinpruck zu Diessenh., welchen derselbe von weil. Molly dem1 rugsessen gekauft hatte. Stadtarch. Diess. n. 97 u. 98. 1345 des Bremen gut x e Hofen zahlt Vogtrechta n Jkr. Hs. Heinr. Truchs. zu Herblingen. U. b. Frau v. Ziegler-Arbenz. 1445 Jungher Ulrich u. J.Hans Hainr. truchsessen v. D. legen bei Bgm. u. Rath v. Schaffh. Fürbitte ein für zwei Bürger v.Schlatt und Diessenh., die einen Überfall gemacht hauen, h.-a. V. 1445 Truchs. Heinr. legt Beschlagaut Einkünfte des Klosters Paradies. Harder, Beitr. p. 165. 1447 Rudolf v. Randegg u. Hs. Ulrich
Truchs. v. Diessenh. sind Gerichtsherrn zu Gailingen. St. Kathar. Transs. II, fol. 126. 1447 Hs. Hainr.J ruchs., vogt X' 1 Diess., schreibt an die Grafen Alwig und llud. v. Sulz. Ct. Arch. AA 71, 1. 1448
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