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Chronik der Stadt und Landschaft Schaffhausen : Zweiter Band / Johann Jakob Rüeger ; Herausgegeben vom historisch-antiquarischen Verein des Kantons Schaffhausen
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DAS SIBENDE BÜCH. Cap. IV. D.

1389 zu Herblingen», welches | er anno 1470 junkherr Adam Cronen verkouft *) Er sigletmit der Trucksässen schilt und heim.

Hs. Ulrich Truchs. v. D. n. Hs. Hiiinr. Truchs. vogt 31? Diessenh., sesshaft 3« Herblingen, verkaufen anA 4 . Cron um 324 gl. rhein. ihre Güter, Gericht, Zwing und Bann zu Gailingen, wie ihr Oheim sei.Hans v. Randegg zu Hailsperg gesessen alles inne gehabt und wie es von ihm an sie gekommen ist.

Ct. Arch. AA 54, 1. Vgl. S. 413 Anm. 6. 1447 u. 1449 Jkr. Hs. Hainr. Tr., vogt 71I Diessenh., in

einem Urfehdebrief. Stadtarch. Diess. n. 103 t" u. 106. 1449 Mai 1. Abt Eberh. v. Rheinau gibt seine

Zustimmung, daß Ulr. Truchs. v. Diess. für sich und im Namen des Domherrn Hans Truchs. zu Con-

stanz auf die nach Rheinau lehenpflichtigen Dörfer Truttikon und Trüllikon 200 gl. aufnehme. Reg.Kreuzl. n. 329. 1431 die Truchs. Ulrich und Heinrich fordern vom Kloster Paradies Renovation derKirche St. Peter daselbst. Harder, Beiträge p. 166. 1453 Truchs. Hs. Heitir. macht Ansprüche and. Gerichtsbarkeit über d. Kloster Paradies ib. p. 167. 1453 Hs. Ulrich Truchs. v. Diess. sigelr. Ct.Arch. AA 94, 3. Derselbe sigelt 1451 und 1457. Reg. Münsterl. n. 345 und 375. 1453 ßraclim. n.Hänin Loufler schwört, daß die Fischenz im Rhein oberhalb des Hattinger Steins dem Jkr. Heinr.Truchs. v. Diess. gehöre. Harder, Ausz. V, 27. 1452 Hs. Hainr. Tr. 3« Herb!, wechselt Leibeigene mitdem Spital zu Schaffh. h.-a.V. 1454 Hs. Hainr. Truchs. vogt 34 Diessenh. nimmt eine Urfehde ent-gegen. St. Arch. Diess. n. 108. 1455 Hainr. Tr. gesessen 3« Herblingen bekennt, daß «nachdem bi

giten Hans Truchsäss sei. gen. Bitterlin min voller dem vesten Heinr. v. Plumberg seinen Drittel desWeinzehenten zu D. enant der brugg um 410 gl. verpfändet und mir das Lösungsrecht Vorbehaltenhat», der Zehenten nun ganz an ihn verkauft sei. ib. n. in. 1458 Hs. Ulr. Truchs. v. Dyess. verkauftin diesem Jahre seine beiden Mühlen in Diess., seinen buwhofe und die dazu gehörigen Güter mit dendarauf lastenden Grundzinsen (wovon dem Kirchherrn, dem Helfer, Frühmesser, der Truchsessen Kaplan,Trabers Kaplan, Vögelins Kaplan u. einem Schulmeister je 2 Schill. Hlr. jährl. zukommen) um gl. 1400an die Stadt Diessenh. Es stimmen bei: Johans Truchs. v. D., thumherr der obrosten gestifte x u Coslen 3,

u. Hs. Hainr. Truchs. v. D., baide Hans Ulrichs Tr. rechte gepriider. Im J. 1459 überträgt Herzog

Sigmund das Lehen auf die Stadt. Stadtarch. Diess. n. 115 b f. Die in dieser und einigen schon obencitierten Urkk. genannten Brüder Hs. Ulrich, der schon mehrfach oben erwähnt wurde, Hs. Heinrich,der in den Urkunden von seinem Vetter gleichen Namens nicht immer unterschieden werden kann,sind wahrscheinlich Söhne Heinrichs, des Sohnes Johanns und der Claranne von Tengen. Im Jahre1460 fand die Übergabe Diessenhofens an die Eidgenossen statt (s. Urk. i. Stadtarch. Diessenh n. 131),womit die Truchsessen ihre Bedeutung für immer verloren. 1459 wird -ü Bibracli ob Tayngen Gerichtgehalten im Namen des Junkers Hs. Heinr. Truchs. Urk. b. Frau v. Ziegler-Arbenz. 1459 Jkr. HansHeinrich Truchs. v. Diess. 7c Herb!, sigelt einen Urfehdebrief. Stadtarch. Diess. 11. 107. 1462 J. Hans

Ulrich Truchs. von D., Verkäufer von Gütern an die Stadt Diessenh., verspricht, dieselben zu ledigenetc. Stad:arch. n. 164. 1463 Hs. Hainr. Tr. v. D. Herb/, wechselt mit Paradies einen Leibeigenen,

h -a. V. 1463 Achtserklärurg d. Rotweiler Hofgerichts gegen Ulrich And v. Constanz auf Klage d. HerrenBurk. v. Homburg, ritter, u. Hans Ulrichen u. Hainrichen Truchsässen ~ü Herb!. Stadtarch. Diess. n 141=».

') Schon im J. 1463 übergibt Bis. Hainr. Tr. i'. D. 3« Herbl. dem Adam Cron die Österreich.Pfandbriefe über Schloß Herbl. Ct. Archiv AA 34, 1. 1466 Dec. 1. Durch Vergleich zwischen Hans

v. Randegg, Heinr. Truchs. v. Diessenh. und Hans Barther von Schaffh. wird die Vogtei Trüllikon

dem ersteren zuerkannt gegen Bezahlung v. gl. 100 an Hans Barther. Mohr II, Reg. Kreuzl. n. 365.

1466 Hs. Hainr. Tr. v. D. siegelt einen Urfehdebrief. Stadtarch. Diess. 147. 1467 u. 1468 Hs. H. Tr. v.

1). 711 Herbl. hat Streit mit Paradies wegen der Turner güelli ~ä Stetten u. x it Herblingen. Ct. Arch. AA 45.1469 nimmt Cron d. Schloß i. Besitz, s. b.: Cron S. 687 Anm. 5. Im ]. 1470 ertheilen die Eidgen.denen von Diessenhofen die Bewilligung zum Verkant der 7 wen Jryen hoff, so in rr stat D. gelegen u.der Truchsässen gewesen sind, an den vesten C&nrat v- Hornstain u. s. Kinder. Im J. 1472 bestätigensie den Verkauf.' Stadtarch. Diess. 11. 165 u. 168. 1470 Spruch des Raths zw. Hs. H. Tr. v. D. ~°i

Herbl. und Adam Cron wegen verschiedener spenn u. stoß. Ct. Arch. AA 18, 2. 1471 Heinrich Truchs.

v. Diess. zu Herblingen schuldet dem Heinrich Stebner v. St. Gallen 38 gl., welche Schuld nach demVerkauf des Schlosses Herbl. auf Adam Cron übergeht. Harder, Ausz., IX, 141 ; Ct. Arch. AA 18, 2.1475 Jacob Payrer, seßhaft 3« Hageniviler, gibt die Fischenz zu Diessenh., früher Lehen v. Österreich,jetzt von den Eidgenossen, die nun v. Hans Ulrichen Truchs. v. D., minem J. veteren, in min band

kommen, dem Herrn Joh. v. Randegg, Ritter. 1475 Unheil zw. Jkr. Hans Ü/r. Tr. v. D. u. Haini

Her betr. das Rheinfischen mit neuerfundenen Angeln. Stadtarch. Diess. n. 174 und 176. 1476 Lehen-

brief über die vischcnl 7 u. wayd uf dem Rin by Diess. für Joh. v. Randegg, an welchen sie gekommenist v. [kr. Hs. Ulr. Truchs. v. Diess. Stadtarch. Diess. n. 179. 1475 Hs. Hainr. Tr. v. D., Herbl.und Hans sin sun hatten den Hans v. IViukelshain 7 u Girsperg gefangen genommen und längere Zeitin ihrem Schlosse gelängen gehalten, weil er ihren Leibeigenen Eberlin Koler in Schaffh. ntishandelthatte. Winkelshain klagte v. dem Rath zu Schaffh. und behauptete, Hans Truchs. hätte ihn beinahegetödtet, und er u. sein Vater Hs. Heinrich hätten ihm im Gefängnis sein Vermögen als Schatzungabpressen wollen. Obwohl die Truchsessen die beiden letztem Behauptungen eidlich leugneten, wurdensie doch zum Schadenersatz verurtheilt. Ct. Arch. AVK Par. Urb. v. 1349 Umschlag. S. auch Schen-kels Auszüge im Ct. Arch. Vgl. S. 423 Anm. 1. 1477 Heinr. Truchs. gibt Kundschaft über den Zehenten

zu Herbl. Rathsprot. Ausz. 17. 1477 Schiedurtheil des Ritters Schwend in Zürich zw. Hs. Ulrich v.

Stoffeln u. Hs. Heinr. Truchs. zu Herblingen wegen des Vogtrechts zu Flofen u. Bibrach. U. b. FrauZiegler-Arbenz. In einem ähnl. Streit zw. den Frauen im Paradies und Hans Heinrich Truchsäß, « beidTheil unsre Bürger», entscheidet der Rath v. Schaffh. Rathsprot. v. 6. ante Lucie 1477. *478 Hs.