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Die Soldaten der französischen Republik und des Kaiserreichs / Hippolyte Bellangé
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Kriegsjahr 1796.

»Unsere Behauptung, daß in Folge des Nachlassens jenes Antriebes,den die Schreckensregicrung Frankreich gegeben, der Revolutionskriegnicht eben zum Vortheile dieses Landes ausgefallen sein würde, wirddurch nichts einleuchtender bewiesen, als durch den Feldzug des Jahres1796 in Deutschland. Würde nicht Bonaparte in Italien eine Um-wandlung der Dinge hervorgebracht haben, so möchte jener Feldzug diefranzösische Regierung, jetzt aus fünf Directoren bestehend, wohl bewo-gen haben, einen für Oesterreich und mithin für Deutschland vortheil-hafteren Frieden zu schließen, als jener von Campo Formio war. Oderaber, es würde, wenn die Oesterrcicher, durch die Siege des Jahres1796 in Deutschland.ermuntert, den Krieg mit allem Nachdrucke fort-gesetzt hätten, das Direktorium gestürzt worden sein, um den Männernder Gewalt und des Schreckens, welche den Ruhm muß man ihnenlassen alle Mittel Frankreichs aufzubieten verstanden, Platz zumachen.

Die französische Streitmacht am Rhein war in zwei Armeen ge-theilt. Die Sambre- und Maasarmce unter Jourdan, welche Düssel-dorf besetzt hielt, und sich bis an die Nahe ausdehnte, war 76,000 Mann,darunter 11,000 Reiter, stark. An die Spitze der Rhein- und Mosel-armee war statt Pichegru's, welcher das Vertrauen des Direktoriumsverloren hatte, und der schon damals in den Verdacht heimlichen Ein-verständnisses mit den emigrirtcn Prinzen gcrieth, Moreau getreten').

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I) Moreau's Commando in Holland übernahm Beurnonville, und es zählte diein diesem Lande stehende französische Armee 50,000 Mann. Hochc war mit der Un-