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rurier, Macquard und Garnier. Die Cavallerie war nur 4000Mann stark, und ihr vorzüglichster" General hieß Stengel. Kanonenhatte die Armee nicht mehr als sechzig. Rechnet man die Kranken ab,so erscheint die von französischen Quellen zu 31,000 Mann angegebeneZahl wirklicher Combattanten nicht zu ausschweifend niedrig.
Die Armee von Italien, welche den Sieg von Loano im Jahre1795 nicht, wie es hatte geschehen können und sollen, benutzt hatte,nahm Anfangs April folgende Stellungen ein'). Die Divisionen La-harpe, Massen« und Augereau standen in der Riviera von Sa-vona bis Loano. Von der zuerst genannten Division war eine Bri-gade unter dem General Ccrvoni bis Voltri vorgeschoben, um Genuazu bedrohen, mit dessen Regierung das Direktorium eben wegen einerAnleihe unterhandelte. Diese drei Divisionen hielten durch kleine Postenden Gebirgskamm der Apenninen °) besetzt, und es waren diese Postenzum Theil verschanzt. Hinter ihnen in der Riviera cantonnirte dieCavallerie. Die Division Serrurier stand im oberen Theile desTanarothales. Die Divisionen Macquard und Garnier standen in dennach dem Col di Tende und Col de Cerise führenden Thalern, undunterhielten die Verbindung der Armee von Italien mit der Alpenarmee.
Dem General Bonaparte standen gegenüber die österreichischeHauptarmee unter Beaulieu's unmittelbarem Befehle, 32,000 Mann,darunter 1500 Mann neapolitanische Cavallerie; und die österreichisch-sardinische Armee unter Colli, 25,000 Mann, darunter 5000 Oester-reicher. Das würde eine Gesammtmasse von 57,000 Mann geben; daindessen die österreichische Hauptarmee Ende März 7000 Kranke hatte,und man ein ähnliches Verhältniß auch bei der österreichisch-sardinischenannehmen darf, so sinkt die Zahl der wirklichen Combattanten auf etwas
1) Da cs sich darum handelt, aus einander zu setzen, welche großen strategischenTalente Bonaparte gleich beim Beginne seiner unvergleichlichen Feldherrnlaufbahnentfaltete; da ferner der Charakter seiner Kriegführung sich aus dem Anfange der-selben klar ergiebt: so erschien es nothwendig, über eben diesen Anfang sich etwasausführlicher zu verbreiten, als eigentlich mit dem Umfange dieser Schrift ver-träglich ist.
2) Zwischen den Quellen der Bormida.