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unv des Kaiserreichs. 71
Stellung seiner Gegner, und auch der Umstand Vortheilhaft, daß dieRückzugslinie der Oesterreichs nach Mailand, jene der Sardinier nachTurin ging, folglich divergent war. Bon aparte beschloß, seinenHauptstoß gegen die Oesterreicher als den Hauptfeind zu richten; ihrezerstreute Stellung gab ihm Hoffnung, sie zu schlagen, bevor sie vereintwaren; dann wollte er sich gegen die Sardinier wenden.
Am 9. April traf Bonaparte in Savona ein, und befahl dendrei Divisionen') Laharpe, Massen« und Augereau über die Einsattlungzwischen den Alpen und Apenninen zu gehen, um das Centrum derOesterreicher anzugreifen, und ihre beiden Flügel von einander zu tren-nen. Die Division Serruricr sollte über Garessio nach Ceva vorrückenund Colli beobachten.
Am folgenden Tage, den 10. April, rückte Beaulieu, seinem be-reits erwähnten Plane, den rechten Flügel der Franzosen anzugreifen,gemäß, mit zehn Bataillonen und einer Schwadron in der Rivieragegen Voltri vor, und General Cervoni mußte in der Nacht denRückzug antreten, den er am II bis Madonna di Savona fortsetzte,und da zur Division Laharpe stkß.
Argenteau rückte am 11. April des Morgens mit sechs Ba-taillonen ') in der Richtung von Montcnotte vor, um die Franzosen vonden dortigen Höhen zu vertreiben. Die schwachen, französischen Postenzogen sich nach dem Monte Legino zurück, welcher verschanzt war. Hierwurden sie von dem, mit zwei Bataillonen von der Division Laharpegekommenen Brigadechef Rampon aufgenommen. Dieser entschlosseneMann ließ seine Krieger schwören, zu sterben oder die Schanze zu be-haupten, und sie behaupteten dieselbe auch gegen alle Angriffe derOesterreicher Argenteau's bis zur einbrechenden Nacht. Beaulieugab auf die Nachricht des beharrlichen Widerstandes der Franzosen inder Schanze des Monte Legino die Offensive auf, und eilte für seinePerson nach Aqui, dem Versammlungsorte seiner Armee.
1) Ueber 20,000 Mann.
2) Etwa -1000 Mann.
3) Etwa 121V Mann.