7-t Die Soldaten der Republik
haupteten die Schanzen. Bonaparte hatte die Nacht zu Carcare zu-gebracht, gab sogleich der Division Laharpe und der Brigade Victorden Befehl zur Umkehr, und erdrückte dann Wukassowitsch, demvon nirgends Hülfe kam, durch Uebermacht.
Das Ergebniß der Gefechte von Montenotte und Millesimo, undder zwei Kämpfen bei Dego war, daß die Oesterreicher 10,000 Mannverloren, daß mithin ein Drittheil ihrer Hauptarmee vernichtet war.Zugleich wurde bei den Oesterreich»», die sich überall gegen zwei- unddreifache Uebermacht hatten schlagen müssen, die Vorstellung erregt, dieFranzosen waren überhaupt um so viel starker als sie, obschon es nurdie Divisionen Massen» und Laharpe und .die Reservebrigade Victor,mithin nicht 20,000 Mann waren, welche alle diese Erfolge erfochtenhatten').
Bonaparte achtete Beaulieu einstweilen für abgefunden, ließdie österreichische Hauptarmee durch Laharpe beobachten, und wendetesich gegen Colli. Das war gewagt, weil Beaulieu wieder ent-schlossen vorgehen konnte: er that es aber nicht, und das beweist, daßBonaparte seinen greisen Gegner richtig beurtheilt habe. Fernerfürchtete Bonaparte, daß, wenn er seinen Hauptstoß gegen Beau-lieu fortsetzte und denselben über den Po trieb, Colli spater sein An-rücken nicht abwarten werde, wahrend dieser jetzt dem Angriffe nichteben so leicht ausweichen konnte, im Gegentheile mit Grund zu hoffenwar, ihn in eine Katastrophe zu verwickeln.
Der Feldzug Bonaparte's gegen Colli wurde von den dreiDivisionen Serurrier, Massen» und Augereau ausgeführt, und glichim Allgemeinen dem gegen die Oesterreicher. Am 19. April stand Collimit 8000 Mann hinter Ceva, mit 4000 bei Pedagierra ^), und hattebei Mondovi eine Reserve von 3000 Mann. Bonaparte nun ließdurch Augereau die Fronte Colli's angreifen, sie durch Serrurier
1) Wäre die österreichische Hauptarmee nicht so verzettelt gewesen, sondern hättesie vereint den Franzosen die Schlacht geboten, so war auf ihrer Seite die Ueber-legenheit an Truppenzahl und Geschütz, mithin eine Wahrscheinlichkeit des Sieges.
2) Eine Meile nördlich von Ceva.