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Die Soldaten der französischen Republik und des Kaiserreichs / Hippolyte Bellangé
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79
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und des Kaiserreichs.

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Ze weiter ostwärts Bonaparte über den Po ging, desto weiter mußten !die Oesterreichs ihren Kriegsschauplatz zurückverlegen, desto mdhr von !den Alpen herab in den Po fallende Ströme hatte die französische Armee jumgangen. Er hielt daher den Feind dort, wo derselbe den Uebergangerwartete, durch Demonstrationen fest, er selbst aber vollzog am 6. Maimit 0000 Grenadieren und 1500 Reitern einen Eilmarsch nach Piacenza,ging dort über den Po und vertrieb die zwei österreichischen Schwa- !dronen, die daselbst aufgestellt waren. Schnell folgte die Armee nach,und am 9. Mai') war der Uebergang vollendet. . ^

Durch die meisterhafte Wahl des Uebergangspunktes wurde Beau- ! ^

lieu genöthigt, an die Adda zurückzugehen^). Statt es aber mit einem ^ ^

Male zu thun, vereinzelte er seine Truppen, und schickte Liptay gegen i !

Bonaparte, der denselben bei Fombio schlug. Am 10. Mai fiel die ^ !

Schlacht von Lodi vor, und die Erstürmung der Addabrücke wirdvon den Franzosen als eine ihrer größten Kriegsthaten betrachtet. Und jes war das wirklich eine That der Begeisterung, der Siegestrunkenheit, ^ ^

ohne welche sie nicht hatte vollbracht werden können. Diese Erstürmung ?

erhöhte das moralische Uebergewicht der französischen Armee. ^ ^

Bonaparte begnügte sich mit dem Siege von Lodi, weil er ein-sah, daß gegen Beaulieu vor der Hand nichts Großes zu erringensei, und sicherte sich die Provinz Mailand. Am 15. Mai zog Bona-parte an der Spitze der Grenadiere, welche die Brücke von Lodi er-stürmt hatten, in der Hauptstadt Mailand ein. Er legte ihr eineKriegssteuer von zwanzig Millionen Franken auf^) und schickte mehrere

sich die Brücke ab, und stand am 2. Mai hinter der Cogna bei Vallegio und Lomello.Seine Fronte war nach Westen gerichtet, weil er glaubte, der Feind muffe von daherkommen, was nicht geschah. Er glaubte Bonaparte werde das neutrale Gebietvon Parma achten, und er achtete es nicht. Er war überzeugt, Bonaparte werdebei Valenza über den Po gehen, und dieser dachte gar nicht an diesen Uebcr-gangspunkt.

1) So spät, weil es an Pontons und überhaupt an Uebergangsmitteln fehlte.

2) Wir haben versucht, dem nicht militairischen Leser einen Begriff von Regeln ^

zu geben, und können uns nun nicht weiter in Einzelheiten einlassen. ^

3) Auch der Herzog von Moden« mußte vieles Geld zahlen, um den Waffen- !stillstand zu erlangen, und seine besten Gemälde ausliefern.