und Ves Kaiserreichs. 91
Mit Einbruch der Nacht trat Erzherzog Karl, nachdem er 500 Mannund sechs Geschütze verloren, den Rückzug an, und zwar nicht mitgesammter Macht nach Laibach, sondern mit dem rechten Flügel durchdas Thal des Jsonzo nach Tarvis, wahrscheinlich weil dieser Flügel dengenannten Ort vor Massen«, der zu einer Umgehung entsendet war,erreichen konnte.
Aber der Rückzug des rechten Flügels ging langsamer vor sich, alsder Erzherzog berechnet hatte, und es mußte der österreichische GeneralBayalitsch, von den Divisionen Massen« und Guyeux bei der Chiusaeingeschlossen, mit 3 bis 4000 Mann und 25 Geschützen die Waffenstrecken, nachdem der österreichische General Köblös dies schon einenoder zwei Tage früher gethan.
Bon aparte selbst kam am 28. März nach Villach an der Drauin Kärnthen, wahrend ein Theil der Division Bernadotte Triest besetzte,der andere nach Krainburg im Marsche war. Der Erzherzog war in-zwischen durch die vom Rhein gekommene Division Mercantin bis auf30,000 Mann verstärkt worden, ließ diese Division in Klagenfurth undging mit seiner Hauptmacht nach St. Veit zurück.
Bonaparte vertrieb Mercantin aus Klagenfurth und ging am30. nach St. Veit vor. Das war gewagt, denn er hatte von Jou-bert, der in Tyrol den Krieg führte, keine bestimmte Nachricht; zwarsandte er, um die Verbindung mit demselben aufzusuchen, den PolenZayontscheck das Thal der Drau aufwärts, aber die Truppen desletztgenannten Anführers scheinen durch den tyroler Landsturm größten-theils aufgerieben worden zu sein.
Joubert selbst war, während Bonaparte die julischen Alpenüberstieg, bis an den Fuß des Brenner vorgedrungen. Am 21. Märzrückte er in Neumarkt ein, und siegte sieben Tage später im Eisackthaleüber Kerpen, ohne jedoch, umgeben wie er war von einem kriege-rischen, Oesterreich treuergebenen Volke, weiter vorzudringen zu wagen.Ja, im Gegentheile war er dem Untergänge nahe, als er durch einenVerräther Nachricht erhielt'), Bonaparte habe die Alpen glücklich
l) 3. April NS7.