und des Kaiserreichs.
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Nachfolger war der General Gouvion St. Cyr, der nachherigeMarschall, gleichfalls ein rechtschaffener und wohlwollender Mann.
Die Errichtung der römischen Republik gefährdete die neaplita-nische Regierung,' welche sich enger als je an England schloß. AlsNelson triumphirend aus der Seeschlacht von Abukir zurückkehrte,glaubte der neapolitanische Hof losschlagen zu können, ohne auf dieEröffnung des Krieges durch die nordischen Machte zu warten. Daman keinen tauglichen Anführer hatte, erbat man sich einen von Oester-reich, und erhielt den General Mack, trauriger Berühmtheit, einenMann von edlem Herzen, von großen taktischen Kenntnissen, aberungeschickt in der Ausführung, unselbststandig in außerordentlichen Lagen,ohne Energie in der Gefahr. Die neapolitanische Armee ward zu80,000 Mann angegeben, wohl um ein Drittheil zu hoch; im No-vember 1798 rückte Mack in das Römische ein, in fünf Colonnen,die unter sich wenig Zusammenhang hatten, und überaus langsammarschirten.
Die Franzosen waren 18,000 Mann stark, und über das römischeGebiet zerstreut. Das Directorium hatte Championnet zum Ober-befehlshaber ernannt, und ihm vorgeschrieben, nichts zu wagen, sichvielmehr auf das Corps Jouberts, das in der cisalpinischen Republikstand, zurückzuziehen.
Würde Mack dem Könige Ferdinand von Neapel nicht dasVergnügen haben machen wollen, daß dieser als Eroberer in Romeinziehe, so würde er seine Hauptmacht bei Aquila gesammelt, undvon da rasch auf Terni gerückt sein, wodurch Championnet'sTruppen getrennt gewesen waren, und Rom ohnehin sich hatte ergebenmüssen. Die Franzosen unter Casabianca, Rusca und Monnicrbesiegten den rechten Flügel der neapolitanischen Armee bei Ascoli,Lemoine siegte bei Rieti. Inzwischen hatte Championnet wegenMack's ungemein langsamen Vorrückens von Terracina seine zer-streuten Truppen, ohne einen Mann zu verlieren, sammeln können. Erräumte vor dem mehr als vierfach überlegenen Feinde Rom, ließ jedochin der Engelsburg eine Besatzung von 800 Mann zurück. Am andernTage, den 29. November, zog König Ferdinand von Neapel in Rom
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