220 Die Soldaten der Republik und des Kaiserreichs.
chen Eommandos nichts Wesentliches entschieden werde! Er blieb per-sönlich weg von diesem Kampfe, und that recht daran.
Aus dieser Erörterung der Ursachen, weswegen Napoleon inSpanien nicht persönlich befehligte, wird jeder Kundige auch den Schlußziehen, daß der Krieg auf der pyrenäischen Halbinsel kein eigentlichesGanze war, sondern aus einer Menge einzelner Züge bestand, welche,wie interessant sie auch sind, in dieser Schrift nicht einmal skizzirt wer-den können, sollte sie das ihr zugetheilte Maß nicht weit überschreiten.
Bemerkenswerth ist, daß die französische Cavallerie fortwährendder Schrecken der Spanier blieb und sie schlug, wo sie dieselben traf.Die französischen Dragoner, bisher von den Kürassieren, Chasseurs,Husaren und Lanciers mit einer Art von Geringschätzung angesehen,kamen in dem spanischen Kriege wieder zu Ehren und erwarben hohenRuhm. Gegen die Engländer dagegen, und in den spätern Feldzügenauch gegen die Portugiesen, vermochte die französische Reiterei nicht ebenso viel, wie gegen die losen Haufen der Spanier.
Das Jahr 1811 endete damit, daß Suchet Valencia belagerte,daß nach der unerschütterlichen Standhastigkeit Wellingtons in denLinien von Torres Vedras Ciudad Rodrigo von den Verbündeten be-lagert wurde, daß endlich im Süden die Franzosen Tarif« belagerten.Auch war das Jahr 1811 der Hochpunkt der Wirksamkeit der Gueril-las, so zwar, daß die Franzosen auf der ganzen pyrenäischen Halbinselkaum mehr Land besaßen, als jenes, das sie unmittelbar durch ihre Ka-nonen und Bayonnekte schützten.