Kriegsjahr 1813.
K^rotz des Unglückes in Rußland war Napoleon noch immer dermächtigste Monarch des Festlandes und gebot über unermeßliche Hülfs-mittel. Er verhehlte sich jedoch nicht, daß seine Herrschaft auf hohlemBoden stehe, wenn er nicht schnell zahlreiche Heere aufstellte, um dieRussen neuerdings zu besiegen. Er verhehlte sich nicht, daß der AbfallPorks keine That eines Einzelnen, sondern aus der Stimmung despreußischen Heeres und Volkes mit Nothwendigkeit hervorgegangen sei,und daß der König von Preußen trotz der Mißbilligung des Schrittesseines Generals sich würde von der allgemeinen Stimmung fortreißenlassen. Er verhehlte sich nicht, daß das dann von Preußen gegebeneBeispiel in Deutschland Nachahmung finden werde. Mit außerordent-licher Thätigkeit legte er daher Hand an die Aufstellung eines ungeheu-ren Heeres und wurde dabei von dem Senat bereitwillig unterstützt.
Der Theil der Garde, welcher nach Rußland gezogen war, under bildete den bei weitem größeren, war fast ganz aufgerieben worden.Das Bedürfniß jedoch, eine starke Reserve zu haben, nöthigte den fran-zösischen Kaiser im Jahre 1813, obschon die Verhältnisse zur Bildungvon Elitentruppen keineswegs günstig waren, die Garde sehr zu ver-mehren: sie hätte bis auf 81,000 Mann gebracht werden sollen,darunter dreißig Regimenter junger Garde unter verschiedenen Denen-