und des Kaiserreichs.
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Kleidung zu versehen. Da die Oesterreichs näher nach Naumburg hat-ten als die Franzosen, mußten diese über Weißenfels, und von da beiFrciburg über die Unstrutt. Am 21. October des Nachmittags er-reichte General Pork die französische Armee und fügte ihrer noch dies-seits der Unstrutt stehenden Nachhut beträchtlichen Schaden zu, verloraber selbst viele Menschen'). Am 23. October des Nachts langte Na-poleon in Erfurt an. Er wohnte in demselben Hause, das bei derglänzenden Fürstenzusammenkunft im Jahre 1808 seine Residenz gewesen.
Nicht alle Corps der Verbündeten, welche bei Leipzig gekämpfthatten, brachen zur Verfolgung der französischen Armee auf. Dasösterreichische Corps des Grafen Klenau erhielt die Bestimmung, Dres-den zu belagern; die sogenannte polnische Armee unter dem GrafenBennigsen nahm bis zum 26. October an der Verfolgung Theil,wurde aber an diesem Tage zur engern Einschließung Magdeburgs ab-gesendet und erhielt im December den Befehl, gegen Hamburg zu mar-schiren; der Kronprinz von Schweden war mit der Nordarmee vonLeipzig nach Göttingen marschirt und entsendete den General Bülow,um die Vssel und den Rhein, namentlich die Festung Wesel zu beobach-ten; selbst ging er nach Holstein und kämpfte gegen die Dänen, dieeinzigen Verbündeten Napoleons, um sie zum Frieden und zur Ab-tretung von Norwegen zu zwingen, was ihm auch glänzend gelang.
Es waren also nur die Armeen Schwarzenbergs und Blü-chers, welche Napoleon, der am 25. Erfurt verlassen hatte °), vonda aus verfolgten. Die Verfolgung selbst kann nicht als Muster auf-gestellt werden. Die Verbündeten kamen der französischen Armee nichtnur nirgends zuvor, ja sie erreichten sie sogar nirgends. Der bairischeGeneral der Cavallerie, Wrede, wagte es, Napoleon den Weg beiHanau verlegen zu wollen, büßte es aber hart am 30. und 31. Ocro-ber. Napoleon schied mit einem Siege von der deutschen Erde, dieer nie wieder betrat; vom 2. bis zum 7. November war er in Mainz,und reiste am Abend dieses Tages nach Paris, wo er am 9. eintraf.
>) Siebzehn Offiziere und 823 Unteroffiziere und Gemeine.
2) Zu Erfurt schied sein Schwager Murat von ihm, um sich mit den Ocster-reichern zu verbinden-