1t
w' "" Thurgöw zu Gottlieben gehabt, solches vernommen,bist hat er sich resolvirt, mit Rath Herzog Bernhards zuEach>en-Weimar und Herzog Christians, Pfalz-Grafenhe» zu Birkenfeld , fo damals zu ihme gestoßen , mit ihremnst , Volk die Belagerung von Konstanz aufzuheben, so bey.che nahe in vier Wochen gewahret, und nothwendiger zu sen nciii, erachtet,. obbemeldter kaiserlich spanisch und baierischenrzll Urmee entgegen zu ziehen, und wohin selbige den Kopfirw wenden wurde, gute Achtung zu geben,des Nachdeme aber jezt gemeldtermaßen die Stadt Kon»stanzdcr Belagerung entlediget, hat mehrgenannte kaiserlichuS' fvaniicbe und bmerische Armee ihr Vornehmen auch gr-eis ändert, und sich gestellet, als wollten sie einen Einfall inSlilt Wlirtcmbergische thun, und allda ihren Durchzug nehmen,in« welches Vornehmen abzuleiten und demselbigen zu steuerne>Ä hat sich die schwedische Armee an den Gränzen gemeldtss würtembcrgischen Landen näher zusammengezogen, mitgt' ernstlich gefaßter Resolution, sich mit ganzer Macht dembev Kaiser zu opponiern, und vermeinet das Vorhaben deS^ Durchzugs durch das Würtembergische zu verhindern.
Unterdessen aber ist geschehen, daß die Gegend gegen demIt' Rhein und hiemit gegen der Landschaft Schafhausen bloßund unverwahret gelassen, also daß die Kaiserlichen allda einz» Loch gesunden, hindurch in das Elsaß zu witschen, welcherres Occasion sie sich auch bedienet; dann da sie den starkenWiderstand der schwedischen Armee gesehen, und daß alsoßeS der Strich durch daS Würtembergische zu nehmen ihnenzS- allzu schwer fallen würde, sind sie einsmals gegen den Rheingk' da der Paß offen stunde, und hiemit gegen Schafhausen
>l>S gerukct , Tag und Nacht gereist und den 3o. September
der Nacht zu Stokach und Stcußlingen und andern
tirl Orten des Hegows und allernächst auch bey uns zu