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Was Johannes Müller wesentlich war und uns ferner seyn müsse : eine Vorlesung, gehalten am Gedächtnisstage seines Hingangs am 29. Mai 1810, im grossen akademischen Saale zu Aschaffenburg / von C. J. Windischmann, Grossherzogl. Hofmedikus und Professor
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einer gewissen Ängstlichkeit ergriffen, von solchen Menschenzu schnell sich abwandte, die er mit einem durchdringen-den Blick hätte bannen können. So schrieen nachher man-che über ihn, welche gebannt ewig geschwiegen hätten;denn es wird stets derjenige am meisten beleidigt, welcherBeleidigungen ungerügt läßt. Viele hat unser Freund nie«rkennen gelernt, am wenigsten solche, die ihre dringend-sten Absichten still und versteckt genug zu halten verstanden.Nicht wenige aber hat er ganz durchschauet; er sagt noch(am 4tcn Aug, igor an Glcim) bievon: »Ich hatte zwarviele Freunde, tHcilsweise, so daß einer es mir in Ansehungmeiner Kenntnisse, der wegen meinem Einfluß, der auSVergnügen an meinem Umgänge war, die meisten politisch.Einer, der mir ganz gewesen wäre, wie ich allzeit schwär-merisch darnach getrachtet, so wie die wenigen grossen Bei-spiele in den Jahrbüchern der Menschheit es sindden suchte ich vergeblich, denn der hatte ein Amt, der«ahm ein Weib, dem war meine Religion oder etwasanderes nicht recht, und der scheute Vcrläumdung.Nichts hat mich mehr gehindert, ganz der zu seyn, derich werden wollte." Aber auch selbst denjenigen unter denhier Bezeichneten, von welchen er sich mit Abscheu weg-wenden mußte, hat er sein Wohlwollen nicht entzogen.Er hat sie gemieden, um in der Ferne wenigstens etwasan ihnen lieben zu können. Und dieses Wohlwollen sollten«ir tadeln? Sott kennt sie alle, und hat noch niemals