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Was Johannes Müller wesentlich war und uns ferner seyn müsse : eine Vorlesung, gehalten am Gedächtnisstage seines Hingangs am 29. Mai 1810, im grossen akademischen Saale zu Aschaffenburg / von C. J. Windischmann, Grossherzogl. Hofmedikus und Professor
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unabläßig beschäftigt die Geschichte der Menschen ists» groß und verwickelt, daß wohl keines Einzelnen Leben,auch nicht Einiger Leben hinreicht, wenn auch jeder, sowie Müller, seine Kräfte anstrengt. Wer dazu berufenist, wird auch so davon erfüllet, daß nichts anderes inihm Wurzel fassen kann, am wenigste» dasjenige, waswie die Gegenwart und deren noch unentwickelte Verhält»Nisse annoch vor dem Geiste des SehcrS schwankt, wonoch allzu sehr das blos Menschliche hervorsticht, unddie Entscheidung durch eine höhere Hand nur geahnt wer-den kann. Wie Viele mögen wohl in Gegenwart, Ver-gangenheit und Zukunft mit gleicher Stärke leben?Um so mehr müssen wir unsern Freund darum ehren, daßer in einem Drangt von Menschen, die in sehr unglei-cher Absicht sich ihm näherten- von Geschäften, die,ihnoft mehr störten als stärkten, endlich von einer Zeit, dieso vcrhängnißvoll auf uns alle drückt, nicht selten die tief-sten Blicke in Gegenwart und Vergangenheit gethan. Schonim Jahr 177; sagte er in einem Briefe an Bonstetten:,, 2 » Europa spüren wir jezt schon die einbrechende Ti- -rannei; das Krachen der umstürzenden Verfassungen undSekten, die lezten Seufzer vieler verschwindenden Tu-genden, der Freundschaft, Vaterlandsliebe; Ruhmbegier-de ; daS Entfliehen der Künste und Wissenschaften-

bei den Vornehmem ist jene alles überwiegende Liebe zumStaate nicht; an ihrer Stelle Liebe des Geldes und des