Dielen, die mit ihm in Verbindung kamen, voraus, sietrieben eben so ernst sich sechsten an, indessen eine nichtgeringe Zahl ganz von außen getrieben ohne innerliche Ein»geistung dahin lebt. Die Wärme seines Herzens und seineFreundschaft zu allem, was menschliches Antliz trägt, ließihn im ersten Augenblicke des Zusammentreffens mit einem,der eine gute Seite zu zeigen halte, niemals zweifeln,daß solcher Schein auch aus dem Innern leuchte; er lobtedaher, feuerte an, rieth, gab Winke, Anleitung, undwar unerschöpflich darin, einen Freund weiter zu bringen,und die Gemüther aufzuregen, wo sie nur immer aufzu-regen waren. Wem sein Lob zum Eigendünkel aufwuchs,wer unter dem Schein der Eifersucht für diese oder jenegute Sache eine schlechte Absicht verbarg, der allein hatsich zu schämen, der allein ist zu tadeln, nicht Müller,der niemals aufhören konnte, an jedem Menschen wenig-stens etwas Gutes zu seh/m und dieß vor allem auf-zugreifen ; dazu kommt noch seine historische Gewandtheit,etwas selbst Erlebtes da oder dort in der Geschichte anzu.knüpfen, und so ganz unwillkührlich, blos seinem Geniusfolgend, das Gemeine nicht änderst, denn in geläuterter,verklärter Gestalt zu schauen. So kam eS, daß die wirk-liche Wirklichkeit ihm zuweilen fremd geworden, Laß ererfahren Mußte, man habe dieß oder jenes nicht in demhohem Sinn wieder genommen.
Die Aufgabe nun, welche Müllers rastlosen Geist