dar Unglück schlafende Kräfte auf, so kann, wie Sie sagen,
eine herrlichere Zeit werden, wie je zuvor. Sie mag selbst in
jenem Falle kommen, nur bei uns nicht, sondern auf Küsten«
Inseln, in Regionen, wohin die Auswahl der Beßten aus dein
zusammenstürzenden Gebäude ihre Flucht nehmen wird.
Genug! Nachdem die alte Römerwelt der Fortdauer un«
Werth geworden, hat unsere Vater der Pabst lang mit schul«
meisterischer Zucht gegängelt. Und dieß war billig, weil bei
ihm der Geist war. Sie sind ihm endlich entwachsen, und
haben als Jünglinge (doch unter Königen, als Hofmeistern)1
viel toll Zeug, doch nicht ungcnialisch, getrieben. Iezt isteine Krisis: werden wir Kraft haben, sie zu überstehen,herrlich, wo nicht, so ist Absterben möglich. Also ist meinGang, die Menschen möglichst emporzuheben, ihnen Kräfteeinzuschreien, und mich nicht sowohl um diese oder jene Formzu kümmern, als daß das Leben bleibe und wachse. Danehmen viele ein Aergerniß daran, und meinen, man solltedenen, die den Schlaf gestört, mehr fluchen, und die Völkerwieder in schmeichelhafte Träume wiegen. Aber so langedieses geschieht, so lang wir nicht mit Schmerzen wicder-gebohren werden, und Gemcinsinn und die Einfalt kraft«vollen Verstandes die Oberhand nicht gewinnt, hat der guteGott den Zweck seiner Kur noch nicht erreicht, und ist dieZeit noch nicht da, wo es wieder gut werden kann. Nicht ei»Stratagem, nicht ein militairischeS Mißgeschick, nicht ei»General entscheidet hier, es muß höher genommen werde»«