der bessten Schriftsteller damaliger Zeit bekannt zu ma-chen, ihre Neigung dafür zu gewinnen, und durch dieUebernahme der Subfcription auf mancherlei Werkedes Genies ihnen das Anschaffen derselben zu erleich-tern suchte — so ein Mann konnte kein Frömmlerwerden. Frömmelei war vielmehr in seinen Augeneine natürliche Schwester der,Heucheley, die er tödt-lich hasste. — So innig er das umfasste, was ihn seinHerz als Wahrheit verehren lies, so sehr verabscheuteer alles Nachbeten, alles Anschmiegen an Partheyenund Communen. Sorgfältig und weise bestrafte er je-den Zug von Stolz oder Eitelkeit; denn an diesenbeyden Klippen, glaubte er, scheitere die Wohlsarthder meisten Menschen.
Ich kenne keine Erdenseligkeit, wie die jener gol-denen Abende, wo ich, in seinem Begleit, den, seinemLandgut, wo er den Sommer zuzubringen pflegte, nahegelegnen Wald besuchte . ... O wie gab die Schön-heit der Schöpfung seinem Aug’ einen so lieblichenGlanz, wie strömte von seinen Lippen der liebevolleAusdruck der väterlichsten Ermunterung, wie würztesteh da die aumuthigste Erzählung mit einer uns ent-zückenden Serenität! Wir hiengen an den Lippen desGreisen, und an seinem Herzen, Nie werde ich dieserTage vergessen.
Er, der würdige Mann, besuchte keine Gesellschaf-ten; er concentrirte sich auf seinen Familienkreis, demer ganz lebte. — Einige der würdigsten Männer unsersStaats fanden in seinem Umgang den weisen, gebildeten,denkenden Geist, dessen sanftes Licht lieblich leuchtete,und an dem steh ein jeder, dem es um Wahrheit und